Chen Kang erhält Visum für Teilnahme am Mr. Olympia 2022

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Der chinesische Bodybuilder Chen Kang war für einige Beobachter eine Überraschung, als er auf dem Mr. Olympia 2019 in der Classic Physique den fünften Platz erreichte. Nachdem der asiatische Ausnahmeathlet auf der diesjährigen Vancouver Pro das Ticket für den Mr. Olympia 2022 gewann, ist nun klar, dass er auch ein Visum für den Wettkampf im Dezember hat. Das Rennen um die Top-Platzierungen in der Classic Physique hat damit einen Kandidaten reicher.

Könnte Chen Kang die Top 5 durcheinander bringen?

Der am 12. Dezember 1988 in Jingzhou geborene Bodybuilder nimmt seit 2013 an Wettkämpfen teil und konnte mit dem Sieg auf den Asian Beach Games 2014 schon früh erste internationale Erfolge feiern. Seinen Einstand bei der IFBB gab Chen Kang 2018, als er zunächst in Neuseeland und Fiji den zweiten Platz erreichte und schließlich in Brasilien die Classic Physique gewann. Dies berechtigte zur Teilnahme am Mr. Olympia 2019, auf der Chinese den fünften Platz errang.

Vor ihm landeten damals nur Chris Bumstead, Breon Asley, der verstorbene George Peterson sowie der inzwischen in die 212er-Klasse gewechselte Keone Pearson. Breon Aslay musste sich auf den letzten beiden Olympias bereits Terrence Ruffin geschlagen geben und auf der diesjährigen Arnold Classic konnte auch Urs Kalecinski am ehemaligen Champ vorbeiziehen.

Drei Jahre nach seinem letzten Auftritt auf der ganz großen Bühne könnte der direkte Vergleich mit Chen Kang in der Classic Physique interessant werden. Ein Problem dürften die dominanten Beine des Asiaten sein, die möglicherweise nicht dem gewünschten Gesamtbild entsprechen.

Bereits 2019 gab es Visa-Probleme

In einem Interview auf einem chinesischen Portal beschrieb Chen Kang die Situation vor drei Jahren. Demnach habe er damals achtmal hintereinander versucht, das Visum für die USA zu erhalten. Jedes Mal sei er abgelehnt worden.

In der letzten Minute habe es dann doch geklappt und er sei über Nacht nach Las Vegas angereist, um es noch rechtzeitig zur Waage zu schaffen. Mit Jetlag und Wassereinlagerungen vom langen Flug stand er auf der Bühne und schaffte es trotzdem auf Anhieb auf Platz 5. Dies stellt die beste Platzierung eines chinesischen Athleten beim Mr. Olympia dar.

Die letzten drei Jahre hätte der Asiate mit dem Spitznamen „Branch“ verschiedene Schwierigkeiten gehabt, diese nun aber überwunden. Welche genau das waren, geht aus dem Interview nicht hervor. Die Vorbereitung für den Mr. Olympia 2022 läuft auf Hochtouren. Das Visum ist für dieses Jahr gesichert.

(fha) | Titelbild: NPCNewsOnline

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