Wechselt Breon Ansley noch dieses Jahr von der Classic Physique in die 212er?

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Breon Ansley ist mit seinen über 40 Jahren weiterhin einer der besten Bodybuilder der Welt. Nachdem der Amerikaner zu Beginn seiner Profi-Karriere in der 212er-Klasse gestartet war, wechselte er 2016 in die Classic Physique. Bereits ein Jahr später gelang Breon Ansley sein erster Sieg beim Mr. Olympia und 2018 konnte der Amerikaner den Erfolg wiederholen. In den Folgejahren landete der in Kalifornien geborene Profi stets auf dem Treppchen, doch der ganz große Wurf gelang Breon Ansley zuletzt nicht mehr. Nachdem er bereits vor einigen Monaten ankündigte, möglicherweise einen Wechsel in die 212er-Klasse zu vollziehen, scheint sich dieses Vorhaben weiter gefestigt zu haben. Hat Urs Kalecinski damit in diesem Jahr einen Konkurrenten weniger auf der Olympia-Bühne?

Von McDonalds zum Bodybuilding

Breon Ansley kam auf ähnliche Weise zum Bodybuilding, wie es auch vielen anderen Sportler erging. Sind es hierzulande Verletzungen beim Fußball, die spätere Bodybuilder erstmals mit der Langhantel in Berührung bringen, sorgte beim Kalifornier eine Verletzung beim Football für den Wechsel der Sportart. Die volle Konzentration auf das Bodybuilding erfolgte jedoch nicht sofort.

Nach dem College arbeitete er zunächst als Schauspieler und trat in verschiedenen Werbesport für Firmen wie Mountain Dew, Samsung oder McDonalds auf. In seinem Umfeld gab es bereits einige Menschen, die mit Bodybuilding und Fitness ihr Geld verdienten, so dass auch Breon Ansley alles auf diese Karte setzte.

Nachdem Breon sich 2013 die Pro Card sicherte, dauerte es weitere vier Jahre, bis er erstmals einen Sieg auf einem IFBB Pro Wettkampf erringen konnte. Ein Vorteil war damals auch die Einführung der Classic Physique. Nachdem der US-Amerikaner zunächst auf der 212er-Bühne an den Start ging, wechselte er 2016 die Klasse.

Klassenwechsel und Sieg beim Mr. Olympia

Während es zunächst für den vierten Platz auf dem Mr. Olympia 2016 reichte, verwies Breon Ansley bei seinem nächsten Antritt die Top 3 des Vorjahres auf die hinteren Plätze. Doch mit Breons Sieg trat auch eine weitere Person auf die internationale Bühne. Bereits bei seinem erstem Mr. Olympia im Jahr 2017 erreichte Chris Bumstead den zweiten Platz und sollte sich ab 2019 den begehrten Titel in der Classic Physique sichern.

Für Breon Ansley lief es seitdem zunehmend schlechter. Reichte es zunächst noch für den zweiten Platz beim Mr. Olympia 2019, schob sich Terrence Ruffin in den letzten zwei Jahren zwischen den Kalifornier und den amtieren Champion Chris Bumstead. Auf der Arnold Classic 2022 reichte es in Abwesenheit von Bumstead nur noch für den vierten Platz. Neben Ruffin wurden auch der Brasilianer Roman Rocha Queiroz und Urs Kalecinski vor dem ehemaligen Mr. Olympia platziert.

Ist die Zeit von Breon Ansley abgelaufen?

Die Diskussion, ob Breon Ansley erneut zurück in die 212er-Klasse wechseln würde, werden bereits seit 2020 geführt. Angeheizt wurde das Ganze, als Chris Bumstead im April 2021 seinem Kontrahenten den Wechsel sogar empfahl.

Der amtierende Mr. Olympia sah bereits damals den Zweitplatzierten Terrence Ruffin als größere Konkurrenz an, was sich auf dem Mr. Olympia 2021 bestätigen sollte. Doch Breon Ansley zog einen Wechsel bisher offiziell nicht in Betracht.

 

Nach dem Mr. Olympia 2021 betonte der Kalifornier nochmals, dass er nicht vorhabe in die 212er-Klasse zu wechseln. Wenige Monate kam es bereits zum Umdenken.

In einem Instagram-Post aus März 2022 kündigte Breon Ansley an, dass er sich doch für einen Wechsel entschieden habe. Der Mr. Olympia 2022 solle sein letzter Wettkampf in der Classic Physique werden. Der vierte Platz auf der Arnold Classic 2022 wird seinen Teil zu dieser Entscheidung beigetragen haben.

Nachdem der ehemalige Mr. Olympia Titelträger sich kürzlich im Rahmen eines Gastposings praller als in der Vergangenheit zeigte, wurde die Spekulationen erneut angeheizt. Könnte der Wechsel in die 212er-Klasse noch in diesem Jahr erfolgen?

Urs Kalecinski kann es egal sein, in welcher Klasse Breon Ansley antreten wird

Was bedeutet diese Entwicklung für den Deutschen Urs Kalecinski? Im Prinzip gar nichts. Urs bewies bereits bei der Arnold Classic 2022, dass er Breon Ansley nicht nur schlagen könnte, sondern wurde auch tatsächlich vor ihm platziert. Während Urs sich nach oben orientierten sollte und insbesondere den Brasilianer Ramon Rocha Querioz als unmittelbare Konkurrenz hat, muss Breon Ansley aufpassen, nicht weiter durchgereicht zu werden.

In kaum einer Klasse ist die Leistungsdichte so eng, wie in der Classic Physique. Athleten wie Mike Sommerfeld oder Fabian Mayr, die im Vorjahr noch den siebten und achten Platz erreichten, werden ebenfalls auf besser Platzierungen schielen. Olympia-Newcomer wie Alexander Westermeier gehen ebenfalls mit viel Selbstvertrauen in den wichtigsten Wettkampf des Jahres.

In welcher Klasse wir Breon Ansley beim Mr. Olympia 2022 sehen werden, wird generell eine spannenden Entwicklung für die verbleibenden Wochen sein. Für Urs Kalecinski sollte es aber, wenn alles gut verläuft, keine Relevanz haben.

(fha) | Titelbild: NPCNewsOnline & Instagram

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