Andrew Jacked ist spätestens nach seinem Sieg bei der Arnold Classic in Ohio in aller Munde. Entsprechend fuhr der Olympia-Dritte auch als großer Favorit zur Arnold Classic UK 2026 und wurde dieser Rolle wie erwartet gerecht. In Abwesenheit von Nick Walker und Hadi Choopan blieb der IFBB Pro ohne ernsthafte Konkurrenz. Die Frage am zweiten Wettkampftag lautete damit vielmehr, wie sich die Teilnehmer dahinter platzieren würden.
Martin Fitzwater verpasste seine Chance
Im Anschluss an die Arnold Classic 2026 geriet Martin Fitzwater in den Fokus der Berichterstattung, nachdem er seinen Unmut über die Platzierung in Ohio öffentlich kundtat. Das Talent des Texaners steht außer Frage. Gleichzeitig fiel er bereits in der Vergangenheit immer mal wieder durch Probleme im Zusammenhang mit seiner Selbstbeherrschung auf.
Im Zusammenhang mit der Arnold Classic in Ohio könnte hinzugekommen sein, dass der IFBB Pro die Vorbereitung im Vorfeld als die härteste seiner gesamten Karriere beschrieb. Entsprechend hoch dürften die Erwartungen an sich selbst gewesen sein, nachdem er auf der Prag Pro 2025 bereits Samson Dauda schlagen konnte. Doch obwohl er in Ohio die Vergleiche bekam, die ihm in Las Vegas noch verwehrt geblieben waren, gelang es Martin Fitzwater nicht, sich in die Top 3 zu kämpfen.
Eine kleine Verletzung im Beinbereich, die das Posing einschränkte, trug ihren Teil dazu bei, dass es am Ende aus Sicht des Wettkampfathleten eine bittere Niederlage wurde. Diese führte zu emotionalen Reaktionen auf der Bühne und im Anschluss an den Wettkampf, die Martin Fitzwater all seine Sponsoren kosten sollten. In Birmingham verpasste der Olympia-Teilnehmer hingegen seine Chance auf vollständige Rehabilitation.
Andrew Jacked dominiert Arnold Classic UK 2026
Der Stress der vergangenen Wochen wird auch an Martin Fitzwater nicht vorbeigegangen sein, der bei der Arnold Classic UK 2026 keinesfalls seine Bestform präsentieren konnte. Auch wenn er im Rahmen der Vorwahl in den Last Callout gerufen wurde, war der Abstand in der Vorwahl zu Platz 4 geringer als zu Platz 2. An der Spitze verblieb damit nur der große Favorit.
Während Brandon Curry als dritter Athlet in den Final Callout gerufen wurde und trotz seines fortgeschrittenen Alters weiterhin überzeugen kann, stellte Andrew Jacked wie erwartet eine Liga für sich dar. Während noch vor knapp einem Jahr darüber diskutiert wurde, ob er die FIBO 2025 hätte gewinnen dürfen, hat sich das Blatt komplett gewendet.
Das Finale der Arnold Classic UK 2026 bot an der Spitze damit wenig Überraschungen. Zu klar waren die Rollen bereits in der Vorwahl verteilt worden. Vielmehr verlor Martin Fitzwater noch einmal an Boden, als er im Finale mit Patrick Moore und Blessing Awodibu ohne die Top 2 verglichen wurde. Die Judges ließen zum Abschluss sogar noch einmal Patrick Moore in die Mitte rotieren, was den Abstand zur Spitze an diesem Abend noch einmal verdeutlichte.
Ergebnisse Arnold Classic UK 2026
Den Final Callout stellten im Finale schließlich nur noch Andrew Jacked und Brandon Curry. Der Olympia-Sieger von 2019 kämpfte, doch er konnte den erneuten Sieg des amtierenden Ohio-Champions zu keinem Zeitpunkt gefährden. Andrew Jacked gewann damit nach 2022 zum zweiten Mal die Arnold Classic UK. Martin Fitzwater blieb ebenfalls wie 2022 nur der vierte Platz.

Der Arnolds Sieger stockte mit dem Titel bei der Arnold Classic UK 2026 sein Preisgeld in diesem Monat nicht nur auf insgesamt 1 Million EUR auf, sondern setzte auch ein klares Signal in Richtung Mr. Olympia 2026. Nach dem Vordringen in die Top 3 im letzten Jahr werden nicht wenige den Titelgewinn in diesem Jahr für möglich halten.
Das Ranking in der Übersicht:
- Andrew Jacked
- Brandon Curry
- Patrick Moore
- Martin Fitzwater
- Blessing Awodibu
- Akim Williams
Titelbild: Instagram



















