Ex-Profi-Bodybuilder Andreas Frey verstirbt mit 43 Jahren

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Andreas Frey zählte in den 2000ern zu den massivsten Athleten in Deutschland. Nachdem er als Amateur diverse internationale Meisterschaften bei der NAC und der NABBA gewonnen hatte, stellte der Schwergewichtsbodybuilder sich beim Verband PDI der Konkurrenz. Nach seiner aktiven Zeit blieb der Ex-Profi dem Sport als Betreiber einer eigenen Supplement-Linie treu, mit der er diverse Wettkämpfe unterstützte. Kurz nach seinem 43. Geburtstag verstarb Andreas Frey überraschend im Schlaf.

Das Talent von Andreas Frey wurde früh erkannt

Andreas Frey wurde am 20.10.1979 in Rumänien geboren, wo er und seine Familie bis zu seinem sechsten Lebensjahr lebten. Bereits in Osteuropa besuchte der spätere Bodybuilder eine deutsche Schule, so dass er den Umzug nach Deutschland später in erster Linie als Formsache beschrieb. Teile seiner Familie lebten damals bereits hier.

Mit neun Jahren fand der spätere Profi erstmals zum Fitnesstraining, wobei die Motivation bereits nach einigen Monaten verloren ging. Erst einige Jahre später überzeugte ihn sein Bruder davon, dass Andreas eine gute Genetik für den Bodybuildingsport vorweisen könne, so dass er dem Hanteltraining einen zweiten Versuch schenkte. Dieses Mal blieb der spätere Hüne am Eisen.

Mit einer Körpergröße von 183 cm wog er zur damaligen Zeit bereits 90 Kilogramm. Als aktiver Profi sollten es bis zu 145 Kilogramm in der Offseason werden.

PDI statt IFBB

Nachdem Andreas Frey als Junior seinen ersten internationalen Titel erringen konnte, war er motiviert, auch bei den Männern durchzustarten. In den Jahren 2002 bis 2004 gewann er bei der NABB die Weltmeisterschaft und sicherte sich 2005 sowohl die Deutsche Meisterschaft als auch den Mr. Universe Titel beim NAC.

Bei den Profis entschied sich Andreas Frey gegen die IFBB und für die PDI. Diese hatte ein außergewöhnliches Wertungssystem, das aus fünf gleichwertigen Teilen bestand:

  1. Symmetrie und Ästhetik (vier Vierteldrehungen in einer Gruppe von bis zu 10 Teilnehmern und in Vergleichen von 2 bis 3 Wettkämpfern)
  2. Muskulosität (sieben Pflichtposen werden von den Wettkämpfern einzeln und im Vergleich von 2 bis 4 Wettkämpfern gezeigt)
  3. Posingkür
  4. Unterhaltungswert
  5. Posedown (Grundstellungen, Pflichtposen und freies Posing)

Der PDI, über die heute nicht mehr viele Informationen zu finden sind, gehörten unter anderem auch Paul Dillett, Sami Al-Haddad oder Lee Priest an. Letztgenannter war es auch, der die Night of Champions 2006 gewann, bei der Andreas Frey einen zweiten Platz erreichte. Es folgten drei weitere Profi-Wettkämpfe, bevor der deutsche Schwergewichtsbodybuilder 2008 seine aktive Wettkampfkarriere beendete.

Andreas Frey verstirbt überraschend

Nach der seiner Zeit als Wettkämpfer blieb Andreas Frey der Szene treu. Er gründete seine eigene Supplement-Firma und trat als Sponsor und Veranstalter vieler Kraftsport- und Bodybuildingwettkämpfe auf. Der heutige 212er-Profi Steve Benthin gewann beispielsweise 2010 die Frey Classic.

Wie auf der Facebook-Seite von Frey Nutrition nun bekannt gegeben wurde, verstarb Andreas Frey in der Nacht vom 20.10. auf den 21.10. urplötzlich im Schlaf. Der Ex-Profi hinterlässt eine Frau und zwei Töchter.

(fha) | Titelbild: AndreasFrey.net

10 KOMMENTARE

  1. Mein herzliches Beileid, ich habe ihn früher bewundert schon knappe 10 Jahre habe ich von nix mehr gehört. Ich wünsche der Familie viel Kraft in diesen schweren Stunden

  2. Schade sowas , vielleicht einfach zu viel Sport? Mal jemand daran gedacht? Das sind keine Muskeln wo durch normalen muskelbau aufgebaut werden können . Überlegt euch gut was wohl dahinter war und das es eine Warnung ist für die , die keine Chemie in sich reinpumpen sollen ! Alles gute der Familie.

  3. Leider wieder ein noch recht junger (Ex-) Athlet und Sportler in einer mittlerweile sehr langen Reihe von plötzlichen Todesfällen – nicht nur im Bodybuilding!

    Der Familie mein aufrichtiges Beileid.

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