Karriereende in Sicht: Tim Budesheim setzt sich klare Grenze

Tim Budesheim gehört seit vielen Jahren beständig zur Profi-Liga der IFBB. Auch wenn der Hesse sich bislang den großen Traum der Olympia-Qualifikation nicht erfüllen konnte, arbeitet er kontinuierlich an diesem Ziel. Doch Wettkampfbodybuilding ist bekanntlich ein Leistungssport, sodass dieser ab einem gewissen Alter nicht leichter umzusetzen ist. In einem gemeinsamen Trainingsvideo mit Maik Ciesla sprach Tim Budesheim nun über die Grenze, die er sich selbst für ein Karriereende gesetzt hat.

Von der Jugend bis ins Erwachsenenalter Wettkampfathlet

Klassische Wettkampfkarrieren, bei denen Athleten seit dem Juniorenalter oder sogar schon früher dem Wettkampfbodybuilding nachgehen und später den Sprung zu den Männern schaffen, gibt es heute in dieser Form kaum noch. Zwar sprießen immer wieder junge Talente nach oben, die in den sozialen Medien für Furore sorgen, doch lange sportliche Karrieren sind keine Selbstverständlichkeit mehr.

Tim Budesheim zählt noch zu dieser alten Schule. Während er als Jugendlicher bereits zum ersten Mal auf der Bühne stand, feierte er als Junior erste internationale Erfolge. Im Jahr 2013 holte er bei der Arnold Classic Europe Amateur den Sieg in der Juniorenklasse und schlug dabei unter anderem den späteren 212-Profi Nicolas Vullioud sowie den heutigen Classic-Physique-Olympia-Athleten Fabian Mayr.

Darüber hinaus schnupperte er an diesem Wettkampfwochenende bereits erste Wettkampfluft bei den Männern und belegte in der Klasse bis 100 Kilogramm auf Anhieb Platz zwei. Viele Hoffnungen ruhten auf dem talentierten Wettkampfathleten, der 2017 schließlich beim Olympia Amateur in San Marino die Pro Card holte und bei seinem Open-Debüt auf Anhieb den vierten Platz belegte. Vor ihm landeten lediglich Brandon Curry, Hadi Choopan sowie der damalige Sieger Cedric McMillan.

Olympia-Qualifikation mehrfach knapp verpasst

Die internationale Qualität hatte Tim Budesheim damit auch bei den Profis bewiesen. Obwohl er ursprünglich eine Karriere in der 212er-Klasse geplant hatte, musste er zwei Jahre später in seiner ersten Profi-Saison einsehen, dass sein Körper hierfür nicht gemacht war. Das Gewicht wollte damals schlichtweg nicht unter das von der IFBB gesetzte Limit fallen, sodass der heute 35-Jährige in der Open-Klasse blieb.

Nach einem sehr guten sechsten Platz bei der New York Pro verpasste er im Anschluss bei der California State Pro mit Rang zwei nur knapp die Olympia-Qualifikation. Durch die ersten sportlichen Erfolge in der Profi-Liga hatte der Deutsche zwar Punkte für das damals existierende Qualifikationssystem gesammelt, doch der eigene Anspruch war es, mit einem Sieg zum Olympia zu fahren.

Dieser blieb bislang aus. Obwohl in den Jahren 2021, 2023 und 2024 weitere Podiumsplatzierungen folgten und mehrfach auch der undankbare zweite Platz zu Buche stand, gelang bis heute nicht der erhoffte letzte Schritt. Für diesen hat sich der IFBB-Profi jedoch selbst eine zeitliche Grenze gesetzt.

Höchstens noch fünf Jahre Wettkampfbodybuilding?

Im Training mit Maik Ciesla sprach Tim Budesheim über ein mögliches Karriereende. Als Obergrenze habe er sich für seine Wettkampflaufbahn den 40. Geburtstag gesetzt. Ab diesem Zeitpunkt wolle er sich aus dem Wettkampfsport zurückziehen. Doch damit sind die kommenden fünf Jahre keinesfalls fest verplant.

So schränkte der Hesse diese Altersgrenze dahingehend ein, dass er auch früher aufhören würde, wenn er merke, dass er sich nicht mehr verbessern könne. Maik Ciesla hat sich indes sogar eine noch niedrigere Grenze gesetzt. Der heute 31-Jährige erklärte, dass er nach aktuellem Stand bis zu seinem 35. Lebensjahr die Olympia-Qualifikation erreichen wolle. Sollte dies bis dahin nicht gelingen, würde auch er den Wettkampfsport hinter sich lassen.

Titelbild: Instagram

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