Nachdem Mike Sommerfeld den Titel beim Mr. Olympia 2025 nur knapp verpasst hatte, meldete sich der Classic-Physique-Athlet bereits Ende des vergangenen Jahres sportlich zurück. Mit der Bekanntgabe der erneuten Teilnahme an der Arnold Classic beendete der Deutsche nicht nur Spekulationen über seinen weiteren sportlichen Weg, sondern machte auch deutlich, selbstbewusst aus der Niederlage in Las Vegas zurückzukehren. Nun sprach sein Coach Neil Hill nicht nur über die Neuvermessung der Größe kurz vor dem Olympia, sondern auch über die weiteren Wettkampfpläne von Mike Sommerfeld.
IFBB warf wegen Mike Sommerfeld das Regelwerk über den Haufen
Abgesehen vom Open Bodybuilding und der wenig beachteten Rollstuhlklasse gibt es im Männerbodybuilding in allen Klassen der IFBB ein Gewichtslimit. Während die Grenze in der 212er-Klasse bei den namensgebenden 212 Pfund liegt, hängt das erlaubte Gewicht in der Classic Physique sowie der Men’s Physique von der Größe der Athleten ab. Das Vermessen und Wiegen bedeutet daher nicht nur Stress für die Sportler, sondern stellt auch einen gewissen organisatorischen Aufwand dar.
Ursprünglich hatte die IFBB geplant, in der Classic Physique einen Athletenpass einzuführen. In diesem wäre nach drei Messungen auf freigegebenen Wettkämpfen die offizielle Körpergröße eingetragen worden. Die Wettkämpfer hätten sich nur noch auf das Gewichtslimit konzentrieren müssen, wobei bereits im Vorfeld klar gewesen wäre, welches für den jeweiligen Teilnehmer gegolten hätte.
Kurz vor dem Mr. Olympia 2025 passierte dann jedoch etwas völlig Unerwartetes. Nachdem im Internet eine Diskussion um die Größe von Mike Sommerfeld losgetreten worden war, beschloss die IFBB kurzfristig eine Neuvermessung der Athleten. Mike Sommerfeld wurde dabei mit 172,8 cm eingemessen, womit er auf der Bühne 204 statt der ursprünglich geplanten 212 Pfund wiegen durfte.
In Zukunft wieder größer?
Um dieses Gewicht so kurzfristig zu erreichen, unternahmen er und sein Coach Neil Hill offenbar radikale Maßnahmen. Während im Rahmen des Olympias bereits davon gesprochen wurde, dass der Classic-Physique-Athlet zusätzliche Cardioeinheiten absolvierte, sprach sein Vorbereiter nun auch vom massiven Einsatz von Abführmedikamenten. Letztlich sei das Ganze ein lebensgefährliches Unterfangen gewesen. Der zusätzliche Gewichtsverlust wurde in erster Linie durch Wasser erzielt, das dem Körper im bereits dehydrierten Zustand weiter entzogen wurde.
Doch schon auf der Pressekonferenz brachte der Deutsche das Thema erneut zur Sprache. Obwohl er nur wenige Millimeter von der nächst niedrigeren Größenklasse entfernt gewesen war und damit beinahe nur hätte 197 Pfund wiegen dürfen, gab sich Mike Sommerfeld vor dem Olympia selbstbewusst. Er selbst kündigte an, bei der nächsten Show wieder mit 175,3 cm eingemessen zu werden.
Hier knüpfte auch Neil Hill im aktuellen Podcast an. So brachte er Mike Sommerfelds Wirbelsäulenkrümmung zur Sprache, über die der IFBB Pro selbst in der Vergangenheit bereits öffentlich gesprochen hatte. Der Coach erklärte, dass der Athlet im Vorfeld des Mr. Olympia 2024 mit Physiotherapeuten und Chiropraktikern gearbeitet habe, was dafür gesorgt habe, dass er in diesem Jahr größer eingemessen worden sei.
Mike Sommerfeld: Die Wettkampfpläne für 2026
Mit welchem Gewichtslimit Mike Sommerfeld für die Arnold Classic 2026 rechnet, ist nicht ganz klar. Neil Hill sprach davon, dass man sich auf die Muskelqualität konzentrieren wolle und kein erneutes gesundheitliches Risiko eingehen werde. Die Prozedur vor dem Olympia 2025 schien jedoch keine negativen Folgen gehabt zu haben, da die jüngsten Gesundheitswerte des IFBB Pros hervorragend gewesen seien.
Wie genau es 2026 weitergeht, ist aber noch nicht endgültig entschieden. Zunächst wird Mike Sommerfeld sowohl bei der Arnold Classic in Ohio als auch bei der Arnold Classic UK an den Start gehen. Bei beiden Wettkämpfen gilt der Deutsche als klarer Favorit.
Erst zwei Monate später würden mit der Pittsburgh Pro und der New York Pro zwei weitere wichtige Wettkämpfe anstehen, die Neil Hill durchaus reizen würden. Gleichzeitig erklärte er jedoch auch, dass er bislang noch nicht mit Mike Sommerfeld über eine Teilnahme gesprochen habe. Entscheidend sei insbesondere die Gesundheit des Athleten, weshalb man die weitere Zukunft zunächst abwarten müsse.
Titelbild: Instagram






















