Mike Sommerfeld steht wieder einmal im Mittelpunkt der Bodybuilding-Öffentlichkeit. Nachdem er kurz vor dem Olympia 2025 durch eigene Äußerungen letztlich dafür sorgte, dass alle Athleten neu vermessen wurden, wurde es nach dem Vize-Titel kurzzeitig ruhig um den hochveranlagten Athleten. Bereits vor Jahresende meldete sich der IFBB Pro jedoch wieder in den sozialen Medien zurück und gab kürzlich eine unerwartete Bekanntmachung bekannt. Der Deutsche stellte seinen neuen Sponsor vor, was an sich keine große Neuigkeit wäre. Doch nur wenige Tage später meldete sich auch der alte Sponsor zu Wort und warf Mike Sommerfeld Vertragsbruch vor.
Mike Sommerfeld: Ein Mann der Skandale?
Dass Athleten sich eigene Spitznamen geben, ist im Bodybuilding nichts Ungewöhnliches. Mike Sommerfeld wählte den Namen „Badass“, da dieser seine Mentalität, seine Resilienz gegenüber Rückschlägen und seinen Arbeitsethos widerspiegeln soll. Selbst seine seltene Lebererkrankung konnte ihn nicht davon abhalten, an die Weltspitze des Profi-Bodybuildings zu gelangen, sodass er dieses Label zum Teil seiner eigenen Marke machte. In den Fokus der Bodybuilding-Öffentlichkeit gerät der IFBB Pro jedoch nicht immer nur durch sportliche Erfolge.
Die Diskussionen kurz vor dem Mr. Olympia 2025 um seine tatsächliche Körpergröße waren ein Thema, das Mike Sommerfeld durch widersprüchliche Angaben über die Jahre hinweg selbst befeuerte. Doch dies war keineswegs das erste Fettnäpfchen, in das er öffentlichkeitswirksam trat. Im Jahr 2020 hätte der Deutsche eigentlich sein Olympia-Debüt geben sollen, hatte sich jedoch im Rahmen der damaligen Pandemie nicht rechtzeitig um die notwendigen Einreisedokumente gekümmert. Erst am Flughafen erkannte er seinen Fehler und reiste wieder heim.
Zwei Jahre später sorgte er mit einer aggressiven Kampfansage gegen seinen deutschen Konkurrenten Urs Kalecinski im Vorfeld des Olympias für Aufsehen, die er später als Trash-Talk wie im Boxen oder anderen Sportarten bezeichnete. Photoshop-Vorwürfe bezüglich Instagram-Postings – unter anderem von John Dorsey – sowie Kontroversen um einen Streit mit einem beauftragten Geschäftspartner runden das Bild ab, dass Mike Sommerfeld auch abseits der Wettkampfbühne immer wieder für Unruhe sorgte.
Treuebekenntnisse und Fünfjahresvertrag
Nach einer kurzen Pause in den sozialen Medien im Anschluss an den Mr. Olympia 2025 meldete sich Mike Sommerfeld nicht nur mit einem neuen Look, sondern auch mit einer ruhigeren Art zurück. Doch diese Ruhe hielt nicht lange an. Anfang des Jahres gab der Classic-Physique-Athlet überraschend erneut einen Sponsorenwechsel bekannt.
Dies wäre für sich genommen keine pikante Meldung gewesen, hätte Mike Sommerfeld nicht zuvor öffentlich Treueschwüre abgelegt, die über das übliche Maß hinausgingen. In einem Podcast im März 2025 bei seinem damaligen Sponsor sprach er davon, eine Vielzahl an Vertragsangeboten erhalten zu haben.
Er habe sich jedoch gefühlt, als würde er seine Frau betrügen, wenn er diese annehmen würde, nachdem sein damaliger Sponsor ihn vor dem Olympia 2024 wieder aufgenommen hatte. Statt eines der lukrativen Angebote anzunehmen, erklärte der IFBB Pro damals noch, sich für fünf Jahre vertraglich gebunden zu haben. Weniger als ein Jahr später sind die Karten jedoch bereits neu gemischt.
Früherer Sponsor wirft Mike Sommerfeld Vertragsbruch vor
Weniger als ein halbes Jahr nachdem er noch sein Signature-Produkt beim damaligen Sponsor veröffentlicht hatte, wechselte der IFBB Pro zur nächsten Marke. Dies führte zu entsprechenden Spekulationen über die Umstände, zu denen sich sein ehemaliger Sponsor zumindest teilweise äußerte.
Demnach soll der Vertrag mit dem IFBB Pro weiterhin bestehen. Mike Sommerfeld habe Vertragsbruch begangen, indem er bei einem neuen Sponsor unterschrieben habe. Der frühere Geschäftspartner erklärte öffentlich, selbst kein Fehlverhalten an den Tag gelegt zu haben, und versprach weitere Aufklärung zu gegebener Zeit.

Auf diese müssen Bodybuilding-Fans aktuell weiterhin warten. Mike Sommerfeld wiederum konzentriert sich in der Öffentlichkeit auf die Titelverteidigung bei der Arnold Classic 2026. Sollte nichts Unerwartetes geschehen, gilt der Deutsche in Ohio als klarer Favorit.
Titelbild: Instagram




















