Mike Sommerfeld mit Kampfansage an Urs Kalecinski

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Die Classic Physique wird in diesem Jahr voraussichtlich nicht nur das größte Starterfeld beim Mr. Olympia 2022 vorweisen, sondern für den amtieren Champ auch echte Konkurrenz bieten. Aus deutscher Sicht sind insbesondere Mike Sommerfeld und Urs Kalecinski Athleten, die am Wettkampftag ganz vorne landen könnten. Während Urs sich zur Zeit in seiner Wahlheimat Berlin auf den Mr. Olympia vorbereitet, hat es Mike Sommerfeld nach Mexiko verschlagen. Von dort aus gab es nun eine Kampfansage in Richtung Urs Kalecinski.

In Mexiko kostet das Proteinpulver 75 Dollar pro Kilogramm

In einem aktuellen Podcast mit Erdem Dül nahm sich der Classic Physique Athlet fast zwei Stunden Zeit, um über seine aktuelle Situation zu sprechen. So gibt Mike an, dass man in Deutschland alle Zelte abgebrochen habe, um aus der Komfortzone herauszukommen. Seit Sommer sei er nun in Mexiko, bevor es bereits im nächsten Monat in die USA gehen solle. Zwischenzeitlich habe er sich überlegt, in Mexiko ein Haus zu kaufen, jedoch sein er und seine Partnerin sich unsicher, ob man in Mittelamerika bleiben wolle.

Während es auf der einen Seite leicht sei, bestimmte Substanzen, die im Profi-Bodybuilding eine Rolle spielen, in der Apotheke zu erwerben, würde das Proteinpulver pro Kilogramm 75 Dollar kosten. Andererseits würde er in Mexiko jedoch weniger Ablenkungen haben, was sein Mindset in der Vergangenheit geändert habe. Der Sport stehe für Mike Sommerfeld aber weiterhin im Fokus.

Vorbereitung für Mr. Olympia 2022 verläuft nach Plan

Nachdem der Classic Physique Athlet in einem Youtube-Video Kritik an der Strategie seines Coaches durchblicken ließ, gab er nun an, dass man gut im Plan sei. Aufgrund seiner Krankheit, die stark leberbelastend sei, könne man nicht so arbeiten, wie andere Profi-Bodybuilder. Diesen Umständ hätten die beiden inzwischen jedoch gut in den Griff bekommen.

Mike Sommerfeld würde alle 4 bis 6 Wochen ein Blutbild machen und habe seinem Körper nach der Olympia-Qualifikation im November 2021 einige Monate Ruhe gegeben, damit dieser sich regenerieren könne. Supplemente wie Tudca hätten ihm persönlich zudem enorm geholfen, seine Leberwerte zu normalisieren. Darüber hinaus habe er darauf geachtet, in der Offseason nicht mehr als 100 Kilogramm zu wiegen, da er auf der Bühne höchstens 91 Kilogramm wiegen dürfe und mehr Gewicht die Diät nur unnötig erschwert hätte.

Der Druck auf Mike Sommerfeld ist enorm

Wer als Sportler an der Weltspitze steht, wird einen enormen Erwartungsdruck verspüren. Selbst ein Chris Bumstead machte zuletzt deutlich, von Jahr zu Jahr zu denken, doch auch die Konkurrenz des amtierenden Mr. Olympia macht es sich nicht leicht. Mike Sommerfeld galt lange als einer der größten deutschen Talente. Verschiedene Äußerungen und Verhaltensweisen in der Öffentlichkeit führten jedoch dazu, dass sich viele Fans von ihm abwendeten. Am Leistungsvermögen des in Mexiko wohnenden Sportlers  gab es aber niemals Zweifel.

Dennoch gab Mike im Podcast zu, dass der Hate und der Druck ihn enorm beschäftigen. Trotz der in der Vergangenheit erlangten Erfolge fühle er sich weiterhin wie ein Underdog. Die erbrachten Leistungen würde nicht ausreichend anerkannt werden. Vielmehr habe er das Gefühl, dass ihm jegliches Handeln eher negativ ausgelegt werden würde.

Dies alles belaste den Athleten sehr. Gleichzeitig zeigt sich Mike aber auch trotzig und gibt selbst zu, dass er öffentlich gut provozieren könne.

Mike Sommerfeld will Mr. Olympia 2022 werden

Auf die Frage, wer dieses Jahr die Classic Physique beim Mr. Olympia 2022 gewinnen würde, antwortet Mike: „Wenn ich ein Wörtchen mitzureden habe und meine Kondition so ist, wie ich es mir vorstelle, und sich alle meine Wünsche erfüllen, alle unsere Pläne, werde das ich sein!“

Er selbst sei sich bewusst, dass seine Knochenstruktur sein größter Vorteil sei. Er habe eine bessere Muskelmasse und Struktur als beispielsweise ein Urs Kalecinski und lediglich bei der Konditionierung Verbesserungspotenzial. Daran würden er und sein Coach Neil Hill arbeiten. Mike Sommerfeld ist daher überzeugt, dass er Urs Kalecinski ohne Weiteres schlagen könne.

Dennoch sieht Mike Sommerfeld den Wahl-Berliner als zukünftigen Mr. Olympia. Urs bringe eine Ausstrahlung mit, die in dieser Klasse gewünscht sei, und wird seiner Ansicht nach von den Medien bereits für diesen Weg vorbereitet. In zwei bis drei Jahren traut er Urs Kalecinski den Sieg beim Mr. Olympia zu. In diesem Jahr will der in Heidelberg geborene Bodybuilder jedoch mehr als nur ein Wörtchen mitreden.

(fha) | Titelbild: Instagram

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