Yarishna Ayala – die BOOTY Queen aus Puerto Rico

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Den Fans des Hardcore-Bodybuildings mag ihr Name nicht viel sagen. Doch schon beim ersten Blick auf das Instagram-Profil von Yarishna Ayala staunt der Betrachter: Die junge Frau hat eine millionenstarke Followerschaft hinter sich. Und das ganz zurecht. Denn hier hat man es zweifelsfrei mit einer hart arbeitenden, echten Athletin zu tun, die sich nicht auf ihrer naturgegebenen Schönheit ausruht

Yarishna Ayala – von der Tänzerin zur Bodybuilderin

Yarishna Nicole Ayala wurde 1991 in Puerto Rico geboren. Sie begann in jungen Jahren professionell Salsa zu tanzen. Lange Zeit versuchte sie, mir ihrer Schwester eine tänzerische Karriere im Entertainmentgeschäft aufzubauen und eine Art Marke rund um das attraktive Geschwisterpaar zu formen. Sie traten 2012 als Tänzerin in einer viel beachteten Reality-TV Show auf und brachten es hier zu erster lokaler Berühmtheit.

Als Yarishnas Schwester kurze Zeit später schwanger wurde, zerplatzten ihre Träume vom Showbusiness. Orientierungslos meldete sich Yarishna im Fitnessstudio an und engagierte einen Personal Trainer. Innerhalb weniger Wochen brachte sie sich in eine bühnentaugliche Form.

Mit Turbo zur Pro-Card – und dann Flaute

Im Jahr 2013 gab Yarishna ihr Wettkampfdebüt auf der Unique Fitness in ihrem Heimatland, wo sie auf Anhieb Erste wurde. Sie startete wie der Großteil der Bodybuilding-Anfängerin in der Bikiniklasse und sollte dort auch für die nächsten Jahre aktiv bleiben.

Noch im selben Jahr sicherte sich das Talent mit dem Gesamtsieg auf der NPC Junior National Championship die IFBB Profilizenz – nur wenige Monate, nachdem sie das erste Mal ein Fitnessstudio betreten hatte. Mit grade einmal 22 Jahren war sie nicht nur ein ausgesprochen junger Neu-Profi, sondern auch die erste Bikiniathletin aus Puerto Rico, die die Pro-Card gewann.

Dabei halfen Yarishna gewiss ihre Erfahrungen im Tanzen und Modeln sowie ihre generelle Attraktivität – auf die kommt es schließlich bei den Bikini-Mädels nicht nur hinter vorgehaltener Hand, sondern auch ganz offiziell laut Regelwerk an. Das soll aber keinesfalls die sportliche Leistung hinter ihren Anfangserfolgen schmälern. Die 1,65 Meter große Sportlerin, die in Wettkampfform 56 Kilo wiegt, fiel schon früh positiv durch eine ernsthaft athletische Erscheinung auf.

Umso bitterer, dass ihr Einsatz im Gym auf der Profi-Bühne nicht mehr belohnt wurde. Ihr Professional League Debüt gab Yarishna auf der Tampa Pro 2013 und wurde hier Achte in einem starken Teilnehmerfeld. Eine beachtliche Leistung zum Einstand. Doch die „Puerto Rican Queen“ musste schnell mit Enttäuschung feststellen, dass sich ihre Platzierungen auch in den Folgejahren nicht verbesserten. Über einen siebten Platz kam sie nie hinaus. Der Grund: Zu viele Muskeln, insbesondere am Unterkörper.

Wer nichts vom Bodybuilding versteht, dem mag dies absurd erscheinen. Doch es liegt in der Natur der Bikiniklasse, muskulöse Frauen schonungslos auf der Scorecard abzustrafen. Yarishna blieb also nur der Klassenwechsel. Aber wohin?

Skipping the leg day

Nach den mäßigen Resultaten auf ihren ersten Profiwettkämpfen stellte Yarishna erstmal schweren Herzens ihr geliebtes Beintraining vollständig ein. Sie trainierte nur noch den Oberkörper mit leichten Gewichten an drei Tagen pro Woche, an drei Tagen betrieb sie ausschließlich Cardio – ein Trainingsplan, der jedem Schwergewichts-Bodybuilder die Tränen in die Augen treiben würde. Auch Yarishna verlor den Spaß am Sport, stand gar kurz vor dem Ausstieg und ließ sogar ihre Profilizenz verfallen.

Von Bikini zu Wellness

Yarishna ist sehr gläubig und es ist ihr gewiss wie ein Geschenk Gottes vorgekommen, als der IFBB mit der Wellness Class eine neue Kategorie einführte, in die sie wie maßgeschneidert passte. Die Wellness Klasse bevorteilt Frauen mit weiblichen Runden und sehr gut ausgeprägten Muskeln an Beinen und Gesäß – Yarishna hatte eine neue sportliche Heimat gefunden.

Mit dem Klassen- und Gesamtsieg auf der NPC Universe 2020 holte sie sich ihre Pro-Card im ersten Anlauf zurück. Ihren Einstand in der Wellness Class der Profiliga gab sie 2021 auf der hochklassigen IFBB New York Pro, die sie ebenfalls für sich entscheiden konnte. In New York qualifizierte sie sich auch für ihre erste Teilnahme beim Mr. Olympia, wo sie sehr gute Vierte wurde. Nachdem ein Traum ihres Lebens geplatzt war und ein weiterer ebenfalls kurz vor dem Zerbersten stand, war sie endlich als Sportlerin in der Spitzenklasse angekommen.

 

Alle lieben die Puerto Rican Queen Yarishna Ayala!

Mit 2,6 Millionen Followern auf ihren Instagram-Profil @yarishna lässt The Puerto Rican Queen so einige Männer hinter sich, die den Mr. Olympia mehrfach in der offenen Klasse gewonnen haben.

Ihre Fans mögen sie aus ganz unterschiedlichen Gründen bewundern – wegen ihrer schönen Haare und Zähne, ihrer sympathischen Art, vielleicht auch wegen vieler Bilder, die ihren Booty in all seiner Pracht zeigen. Aber hoffentlich ist jedem Follower bewusst, wie viel harte Arbeit und Enthaltsamkeit hinter einem Körper auf diesem Niveau steht.

Seit dem Wechsel in die Wellness Klasse trainiert Yarishna ihre Beine wieder nach Herzenslust. Sie kombiniert Squats mit plyometrischen Übungen wie Boxjumps oder Seilspringen. Ihr liebstes Cardio ist, im Bodybuilding wohl selten, intensives Laufen im Stadion. Es bleibt zu hoffen, dass ihr Content viele vor allem weibliche Follower inspiriert, es ihr mit hartem und kreativem Training gleichzutun.

Sie lebt mittlerweile mit ihrem Verlobten und Trainer, dem IFBB-Athleten Luis Ojeda, in Florida. Sie arbeitet als Personaltrainerin und Online Coach, verkauft Merchandise und kooperiert mit verschiedenen Firmen, die ihr angesichts ihrer Reichweite ein einträgliches Gehalt auszahlen dürften.

Nicht nur Yarishnas Trainingsroutine ist inspirierend. Sondern auch, dass sie immer an sich und ihr Talent geglaubt hat, auch als die Kampfrichter über Jahre hinweg immer wieder vernichtende Urteile fällten. Die Königin aus Puerto Rico ist ein großartiges Aushängeschild der neuen Wellness Class – über die Zukunft dieses noch jungen Versuchs des IFBB müssen wir uns wohl keine Sorgen mehr machen.

Autorin: Ulrike Hacker Bilder: Yarishna Ayala, Gilco ProductionsMike Lakomowski

1 KOMMENTAR

  1. Hallo

    auf diesen strammen Pobacken kann Markus R. zum Geburtstag dann sein Sektglas abstellen … sofern seine frau nix dagegen hat:))

    Mist das war jetzt wohl sexistisch… Me-too Me-too !!! wir leben in seltsamen Zeiten

    Sturmfreies Wochenende

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