Emir Omeragic rechnet mit altem Coach ab

Auch wenn es bislang nicht mit einer Olympia-Qualifikation geklappt hat, ist Emir Omeragic seit Jahren einer der besten Open-Bodybuilder, die Deutschland zu bieten hat. Nachdem er viele Jahre mit Chris Aceto zusammengearbeitet hatte und ihm auch bei Rückschlägen stets die Treue schwor, kam es im vergangenen Jahr doch zur Trennung. In einem aktuellen Podcast rechnete Emir Omeragic nun mit seinem alten Coach ab.

Vergangene Wettkampfsaison war eine Enttäuschung

Im Laufe seiner Karriere gelang es Emir Omeragic fast ein Dutzend Mal, bei einem Profi-Wettkampf auf dem Podium zu landen. Entsprechend groß war die Enttäuschung über die Ergebnisse der vergangenen Wettkampfsaison. Nach einem achten Platz bei der Texas Pro landete der Schwergewichtsprofi in Italien beim Sieg von Urs Kalecinski lediglich auf dem zehnten Rang.

Er selbst resümiert damit nicht nur, dass dieser Wettkampf das schlechteste Ergebnis seiner Profilaufbahn war, sondern auch, dass die gesamte Saison als Enttäuschung bezeichnet werden kann. Das größte Problem sei dabei aus seiner Sicht das Peaking gewesen.

So berichtet Emir Omeragic, dass sein damaliger Coach Chris Aceto teilweise wenige Tage vor dem Wettkampf überhaupt nicht mehr gewusst habe, wie er mit seinem Athleten vorgegangen sei. Der IFBB-Pro musste versuchen, für den Betreuer das Vorgehen zu rekonstruieren, was nicht nur für Verunsicherung sorgte, sondern auch auf Kosten der Form ging.

Emir für Chris Aceto nur Athlet zweiter Klasse?

Hinzu kam, dass der Deutsche zuletzt das Gefühl hatte, nicht genauso wertgeschätzt zu werden wie andere Athleten. Als Beispiel führte Emir Omeragic die FIBO 2025 an. Damals reiste Chris Aceto extra aus den USA an, um Andrew Jacked im Vorfeld der Show zu betreuen. Für ihn hätte der Coach sich, selbst wenn der IFBB-Pro die Kosten übernommen hätte, hingegen nicht dieselbe Zeit genommen.

Zudem hatte der US-Amerikaner zuletzt mehrere Top-Olympia-Athleten gleichzeitig betreut hatte. Der Mittzwanziger vermutet auch darin eines der großen Probleme, weshalb insbesondere die vergangene Wettkampfsaison nicht optimal verlief.

Hinzu kam, dass beide sich privat gut verstanden. Das machte die Trennung nicht unbedingt leichter. Gleichzeitig lag laut Emir Omeragic aber auch hier ein Problem in der Zusammenarbeit mit seinem Coach. Er hält ihn weiterhin für einen der besten Ansprechpartner in der Bodybuilding-Szene. Wenn das professionelle und das private Verhältnis jedoch zu sehr miteinander verschmelzen, würde dies dem sportlichen Erfolg letztlich nicht guttun.

Patrick Tuor als neuer Coach von Emir Omeragic

Aufgrund dieser Erfahrungen entschied sich Emir Omeragic letztlich nach sieben Jahren dazu, den Coach zu wechseln. Die Zusammenarbeit mit Patrick Tuor sei dabei auffallend anders. So sei der Schweizer von Anfang an deutlich klarer auf die Bedürfnisse des Open-Bodybuilders eingegangen.

Er habe sich über Unverträglichkeiten gegenüber verschiedenen Lebensmitteln informiert und auch den Input des IFBB-Pros in seine Betreuung einfließen lassen. Neben diesen großen Punkten verlaufe insbesondere die Kommunikation gänzlich anders. Patrick Tuor entscheide demnach jetzt in der heißen Phase der Vorbereitung quasi täglich auf Grundlage der Formchecks, wie weiter vorgegangen wird.

Dabei mache er nicht nur Vorgaben, sondern nehme seinen Athleten auch stets mit und erkläre das Vorgehen. Entsprechend zufrieden zeigt sich Emir Omeragic mit der Wahl seines neuen Coaches, und Fans dürfen die Daumen drücken, dass 2026 endgültig der nächste Schritt in seiner sportlichen Karriere gelingt.

Titelbild: Instagram

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