Die New York Pro zählt auch im Jahr 2026 zu den wichtigsten Wettkämpfen im Bodybuilding. Auch wenn die frühere Night of Champions nicht mehr ganz den Status früherer Jahre hat, bot Olympia-Headjudge Steve Weinberger auch in diesem Jahr fast alle Klassen der IFBB an. Dies wurde von den Athleten honoriert, und insbesondere am ersten Wettkampftag erwartete die Fans ein zum Teil besseres Line-up als auf der Arnold Classic, wobei auch die Open am zweiten Wettkampftag große Spannung bot.
Jury Kruber schlägt Steve Benthin beim Profi-Debüt
Nachdem Steve Benthin auf der FIBO Pro 2026 sein Comeback gegeben hatte, war schnell klar, dass es kein einmaliger Start bleiben sollte. Inzwischen hatte der 212-Athlet bereits mehrfach betont, die Freude am Bodybuilding zurückgewonnen zu haben und noch das ein oder andere Jahr auf der Bühne verbringen zu wollen. Trotz seiner inzwischen über 40 Jahre will er sich dabei bewusst starke Wettkämpfe suchen, um sich mit möglichst guten Athleten zu messen.
Nach seinem Ausflug ins Open Bodybuilding ging es in New York wieder in die gewohnte 212-Klasse zurück. Dort traf Steve Benthin unter anderem auf Jury Kruber. Der frühere deutsche Meister kann auf eine lange DBFV-Karriere zurückblicken und gab auf der New York Pro sein Profi-Debüt. Dieses gelang ihm absolut überzeugend. In einem Feld von 14 Startern gelang Jury Kruber nicht nur der Sprung in den First Callout, sondern er kämpfte sich sogar bis auf den dritten Rang vor, wobei zwei Judges ihn sogar weiter vorne sahen.

Für Steve Benthin wurde es der siebte Platz. Im Vorfeld erklärte der zweifache Olympia-Teilnehmer, dass er eine Top-10-Platzierung anstrebe. Mit dem Bewusstsein, nach der kurzen Offseason insbesondere auf der Rückseite derzeit noch nicht mit der Weltspitze mithalten zu können, ist das ein absolut achtbares Ergebnis.

Als Nächstes plant der Bodybuildingveteran die Teilnahme an einem Masters-Wettkampf. Theoretisch könnte er dort ebenfalls auf Jury Kruber treffen, der ebenfalls bereits 42 Jahre alt ist.
Luca Reger verpasst Top 5 in Classic Physique
In der Classic Physique traten mehr als doppelt so viele Athleten auf der New York Pro 2026 an. Die Augen waren im Vorfeld insbesondere auf Luca Reger gerichtet. Der IFBB Pro konnte bislang bereits zweimal am Olympia teilnehmen, verpasste in diesem Qualifikationszeitraum aber die vorderen Plätze. Nach New York fuhr der Deutsche, um dort um den Sieg zu kämpfen und in jedem Fall zumindest Punkte für die Olympia-Qualifikation zu holen. Davon hätte es sieben Stück für Platz 5 gegeben, was sein derzeitiges Punktekonto verdoppelt hätte.

Doch auf dem stark besetzten Wettkampf gelang das Vorhaben nicht wie geplant. Zwar kämpfte er sich bis an Justin Badurina heran, der beim Olympia noch Neunter geworden war, doch für den US-Amerikaner wurde es auch nur der sechste Platz, womit für Luca Reger Platz 7 blieb.

Direkt dahinter folgte Erik Rabe, der zuletzt mehrere Top-3-Platzierungen erreichte, aber ebenfalls noch auf seinen ersten Sieg wartet. Zwar liegt dieser mit 10 Punkten derzeit vor Luca Reger im Olympia-Qualifikationssystem, doch auch für den zweiten Deutschen gab es auf der New York Pro 2026 nichts Zählbares.
Jeanne Kassel holte dritten Sieg in Folge!
Die Figure-Athletin Jeanne Kassel gab 2023 ihr Profi-Debüt, welches zunächst eher durchschnittlich verlief. Die deutsche Profi-Athletin kämpfte sich seitdem jedoch Jahr für Jahr nach vorne und wurde in dieser Wettkampfsaison bereits zweifach belohnt. Mit Siegen in Puerto Rico sowie Oklahoma holte sie sich auf der New York Pro 2026 den dritten Profi-Sieg in Folge.

Bitter war dies entsprechend für Vanessa Happle. Die zweite deutsche Figure-Athletin schrammte bereits im vergangenen Jahr mehrfach an der ersten Olympia-Qualifikation vorbei und holte auch auf der FIBO Pro den undankbaren zweiten Platz. In New York musste sie sich nun lediglich Jeanne Kassel geschlagen geben. Für die deutsche Nancy Winkel wurde es beim Profi-Debüt der sechste Platz.
Weitere Ergebnisse New York Pro 2026
Eine weitere deutsche Beteiligung gab es in der Women’s Physique. Julia Schrade wurde vor zwei Jahren noch Zweite auf der New York Pro. In diesem Jahr verpasste sie mit Platz 4 knapp das Treppchen.
Daneben wurden drei weitere Kategorien am ersten Wettkampftag ausgetragen. Vize-Olympia-Sieger Ali Bilal verzichtete in diesem Jahr wie angekündigt auf die Titelverteidigung auf der Arnold Classic, holte sich aber den Sieg auf der New York Pro. In der Wellness gewann die Olympia-Zehnte Daniele Mendonca.
In der neu eingeführten Fit-Model-Kategorie holte Gabriela Queiroz ihren zweiten Profi-Sieg. Obwohl diese Klasse in der Öffentlichkeit viel kritisiert wurde, war sie mit fast 40 Starterinnen die mit Abstand größte Kategorie auf der New York Pro 2026.
Titelbild: NPCNewsOnline


















