Das Line-up der Arnold Classic 2026 hat seine Stärken und Schwächen. Doch insbesondere das Open Bodybuilding soll beim Jahresauftakt in Ohio spektakulär werden. Bis auf Derek Lunsford und Samson Dauda haben sich praktisch alle Athleten angekündigt, die auch 2026 um den First Callout beim Olympia kämpfen dürften. Wenige Tage nach der Bekanntgabe der Teilnehmerliste für die Arnold Classic 2026 gibt es nun jedoch mit Tonio Burton bereits den ersten Rückzieher eines Open-Bodybuilders.
Rekordpreisgeld lockt Rekordteilnehmerfeld
Der Gewinner der Arnold Classic 2026 wird im Schwergewichtsbodybuilding mit 750.000 US-Dollar nach Hause gehen. Damit lockt der Wettkampf in Ohio mit dem höchsten Preisgeld, das jemals an einen einzelnen Athleten vergeben wurde. Zum Vergleich: Derek Lunsford erhielt für seinen Sieg beim Mr. Olympia 2025 600.000 US-Dollar, nachdem die Veranstalter in Las Vegas beim Wettbieten mit den Arnolds nicht länger nachzogen.
Entsprechend spektakulär liest sich das Teilnehmerfeld des ersten Open-Wettkampfs im Kalenderjahr 2026: Die früheren Arnolds-Sieger Nick Walker, Hadi Choopan und Brandon Curry werden sich voraussichtlich mit Martin Fitzwater und Andrew Jacked im ersten Callout messen dürfen. Auch wenn die restlichen Athleten ebenfalls internationale Klasse und größtenteils Olympia-Erfahrung besitzen, dürfte insbesondere an den Letztgenannten derzeit kein Vorbeikommen sein.
Dies mag der Grund sein, weshalb der erste Athlet offenbar bereits einen Rückzieher vom prestigeträchtigen Einladungswettkampf macht. Tonio Burton ist mit seinem Sieg bei der Mexico Pro bereits für den Mr. Olympia 2026 qualifiziert und sollte ursprünglich in Ohio an den Start gehen. Sein Coach offenbarte nun jedoch andere Pläne.
Tonio Burtons Coach gibt Verzicht auf Arnold Classic 2026 bekannt
Tonio Burton befindet sich derzeit unter den Fittichen von Justin Jacoby. Der US-Amerikaner ist selbst IFBB Pro, betreut aktuell jedoch etwas mehr als 100 Athletinnen und Athleten. Einer davon ist bereits seit einiger Zeit der mehrfache Olympia-Teilnehmer Tonio Burton.
Gemeinsam entschied man sich bereits 2024 bewusst, auf den Olympia zu verzichten, um dem Körper genügend Zeit zur Regeneration zu geben. Nach einem Motorradunfall schaffte es der Open-Bodybuilder 2025 dennoch, besser denn je auf die Olympia-Bühne zurückzukehren. Nun soll es erneut eine strategische Pause und damit verbunden ein Verzicht auf die Arnold Classic 2026 geben.
Der Grund für den Verzicht
Die Entscheidung für diesen Verzicht sei jedoch keinesfalls spontan gewesen. Justin Jacoby erklärte, dass Tonio Burton nach seinem Sieg beim Legion Sports Fest Pro im Mai 2025 von einem Organisator der Arnolds angesprochen worden sei. Der Verantwortliche habe erklärt, dass man den Open-Bodybuilder gerne in Ohio auf der Bühne sehen würde. Doch der anschließende Wettkampfverlauf ließ keine echte Pause zu.
Nach dem Gewinn der Legion Sports Pro nahm Tonio Burton an der Dubai Pro teil, um dort weiteres Preisgeld zu sichern. Anschließend ging es für ihn zum Olympia und schließlich nach Mexiko weiter. Seit Mai habe der IFBB Pro laut seinem Coach somit keine echte Offseason mehr gehabt.
Gleichzeitig sehe auch er für seinen Schützling nur geringe Chancen, bei den diesjährigen Arnolds die Top 5 zu erreichen. Aus diesem Grund hätten sich beide dazu entschieden, auf den Wettkampf im März zu verzichten, um sich vollständig auf Verbesserungen für den Mr. Olympia 2026 zu konzentrieren.
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