Wie Du nach einer Steroidkur keine Muskelmasse mehr verlierst – Teil 1

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Xander Curls Bizepstraining

Viele Steroidanwender möchten uns glauben lassen, dass sie, wenn sie unter dem Einfluss von Steroiden so schnell wachsen, dies nicht so sehr an den verwendeten Wirkstoffen, sondern vielmehr an ihrer angeborenen Fähigkeit trainieren zu können liegt. Dies ist wahrscheinlich der Grund dafür, dass sie es sich nicht trauen, die Steroide jemals abzusetzen…doch hat es wirklich einen Nutzen anabole Steroide zyklisch zu verwenden? Es ist äußerst zweifelhaft, dass irgendein Bodybuilding Profi überhaupt jemals absetzt! Warum sollten aufstrebende Amateure und Profianwärter nicht dasselbe tun?

Ist es von Nutzen anabole Steroide zyklisch zu verwenden?

Nach einiger Zeit verlieren Steroide einen Teil ihrer muskelaufbauenden Eigenschaften. Dann wird man mit dem folgenden Dilemma konfrontiert: entweder man erhöht die Dosierung mit dem Risiko unter mehr und mehr Nebenwirkungen zu leiden oder man setzt die Steroide für einige Zeit ab. In letzteren Fall kann es gut sein, dass man einen Teil seiner Zuwächse oder all seine Zuwächse wieder verliert. Dies beruht auf dem Mangel anaboler Substituenten oder den fehlenden Strategien, die dazu in der Lage sind, den Abbauprozess, der mit dem Absetzen anaboler Steroide in Verbindung steht, umzukehren.

Dies war die Situation bis jetzt. Ich werde dem Leser nicht nur zeigen, wie er diese Abbauphase verhindern kann, sondern auch, wie er weiter aufbauen kann, obwohl er keine Steroide verwendet. Natürlich wird dies eine recht unorthodoxe Methode sein, doch sie ist höchst effektiv. Schauen wir uns zuerst die klassischen Strategien an, die zum Einsatz kommen, wenn gerade keine Steroide verwendet werden.

Warum schrumpft die Muskelmasse, wenn Steroide abgesetzt werden?

Anabole Steroide beschleunigen den Muskelproteinumsatz. Sie steigern sowohl den Anabolismus als auch den Katabolismus. Da der Anabolismus stärker als der Katabolismus gesteigert wird, nimmt die Muskelmasse zu. Ich weiß, dass wir kontinuierlich erzählt bekommen, dass Steroide antikatabol sind. Dies ist ganz einfach nicht der Fall – und genauso wenig blockieren sie die Kortisolrezeptoren in den Muskeln. Ich wünschte, dass es so wäre, so dass jeder zufrieden wäre, doch so funktioniert das nicht.

Wenn man nicht versteht, wie Steroide wirken, dann ist es unmöglich den Verlust an Muskelmasse zu verhindern, wenn man sie absetzt. Wann immer die Muskeln zu großen Mengen von Androgenen ausgesetzt sind, nimmt die Anzahl der Testosteronrezeptoren schnell ab. Zusätzlich hierzu verlieren die Rezeptoren, die noch übrig sind, einen Teil ihrer Fähigkeit, den anabolen Prozess auszulösen. Man könnte sagen, dass die Muskeln gegenüber Testosteron resistent werden – analog zur Insulinresistenz, die mit der frühen Phase einiger Formen von Diabetes in Verbindung gebracht wird.

(Hinweis: Diese Ansicht hat sich als inkorrekt herausgestellt und im Rahmen wissenschaftlicher Untersuchungen konnte sogar gezeigt werden, dass Androgene eine Zunahme der Androgenrezeptordichte bewirken.)

Aus demselben Grund nimmt die Testosteronproduktion durch die Hoden ab, wenn diese zu großen Mengen von Androgenen ausgesetzt sind. Am Ende eines Steroidzyklus können die Hoden also mehr oder weniger stark geschrumpft sein – wie sehr hängt hauptsächlich vom Alter ab. Junge Bodybuilder enden mit geringerer Wahrscheinlichkeit mit zwei kleinen Erdnüssen als reifere Kraftsportler.

Zusammengefasst sind die Muskeln am Ende eines Steroidzyklus gegenüber den aufbauenden Eigenschaften von Androgenen resistent und man ist außerdem nicht dazu in der Lage, viel Testosteron zu produzieren, um diese Rezeptoren zu stimulieren. Dies ist das ideale Szenario für ein rapides Schrumpfen der Muskeln. Dies beruht nicht auf einer Beschleunigung des Katabolismus, sondern eher auf einer starken Verlangsamung der Proteinsyntheserate. Wenn der Anabolismus unter die Rate des Katabolismus sinkt, werden die abgebauten Muskelproteine nicht erneuert, was zu einem Abbau an Muskelmasse führt.

Eine weitere Komplikation besteht darin, dass bei vielen Menschen (wenn auch nicht bei allen) der Anabolismus dazu neigt, die mit dem Trainingsstress in Verbindung stehende Erhöhung der Kortisolspiegel zu reduziere, was zur Folge hat, dass die Ausschüttung dieses abbauenden Hormons dazu neigt zu steigen. Dies wird den anabolen Antrieb weiter unterdrücken.

Sollte eine minimale Steroidzufuhr das ganze Jahr über aufrecht erhalten werden?

Pro und Contra

Um dieser stark muskelabbauenden Phase entgegen zu wirken, reduzieren Bodybuilder ihre Steroiddosierungen schrittweise. Es kommt selten vor, dass sie die Steroide „Cold Turkey“ von einem Tag auf den anderen schlagartig absetzen, was insbesondere nach einem ernsthaften Steroidzyklus gilt. Der Grund hierfür ist die Aufrecherhaltung einer reduzierten Versorgung mit Androgenen, so dass

  1. die Muskeln eine Chance haben, einen Teil ihrer verlorenen Empfindlichkeit gegenüber Testosteron wieder zu erlangen
  2. die Hoden wieder ein bisschen wachsen können

Dies mag bis zu einem gewissen Grad funktioniere, doch es zögert in den meisten Fällen den Muskelabbau nur hinaus, anstatt ihn zu verhindern. Eine mögliche Strategie kann darin bestehen, die Steroide nur zum Teil abzusetzen, um künstlich einen hohen Androgenspiegel im Blut aufrecht zu erhalte. Das Thema der verlorenen Muskelsensibilität wird hiermit nicht adressiert, doch zumindest endet man nicht völlig ohne Androgene im Blut und mit all den hiermit zusammenhängenden Problemen (Verlust der Libido, Depressionen, Feminisierung, usw.)

Dies mag als ein ungewöhnlicher Weg erscheinen, die Anwendung von Steroiden zu beenden, doch dieser ist in der Tat sehr beliebt. Aus diesem Grund wird einem jemand erzählen, dass er gerade „Off“ ist, obwohl er immer noch 3 bis 5 Tabletten Dianabol pro Tag und ein oder zwei Ampullen Testosteron pro Woche verwendet. Diese Person lügt einen nicht einmal an, da sie, wenn sie sagt, dass sie „Off“ ist, selbst daran glaubt, dass dies so ist. Es ist alles eine Frage der Semantik. Dies ist die Minimaldosierung (nichts oder „Off) dieser Person. Ich werde nicht hierüber diskutieren, da dies eine Universalstrategie ist, die ihre Effizienz unter Beweis gestellt hat.

Der Hauptvorteil dieser Strategie besteht darin, dass sie das Schrumpfen der Muskeln verhindert. Man kann hiermit sogar weitere Fortschritte machen, während man „Off“ ist. Sie schützt weiterhin vor den starken endokrinen Schwankungen, die mit der klassischen zyklischen Anwendung von Steroiden in Verbindung stehen. Der größte Nachteil besteht bei dieser Strategie jedoch darin, dass man die Empfindlichkeit der Muskeln gegenüber Testosteron nicht vollständig wiederherstellt. Noch wichtiger ist, dass das endokrine System und die Hoden keine Chance haben, die Homöostase (das natürliche Gleichgewicht) wieder herzustellen.

Welche ernährungstechnischen Strategien sollten übernommen werden?

Das erste, worüber man nachdenken muss, wenn man die Steroide abgesetzt hat, ist die Ernährungsstrategie. Hier hat man mehrere Alternativen zur Auswahl:

  1. Man versucht die Muskelmasse aufrecht zu erhalten, auch wenn dies bedeutet, dass man etwas Fett aufbaut.
  2. Man versucht das Fett zu verlieren, das man während des Steroidzyklus aufgebaut hat, auch wenn man hierbei etwas fettfreie Masse opfern wird.
  3. Man baut Masse auf und Fett ab, wenn man gewillt ist, einige innovative Strategien zu verwenden.

Schauen wir uns diese Strategien im Detail an

1. Man versucht die Muskelmasse aufrecht zu erhalten, auch wenn dies bedeutet, dass man etwas Fett aufbaut.

Dies ist die beliebteste Methode. Man versucht bis zum Beginn des nächsten Steroidzyklus so viel der neu aufgebauten Masse wie möglich zu halten. In diesem Fall werden Steroide durch zusätzliche Nahrung ersetzt, um dem rapiden Verlust an Kraft, der für gewöhnlich mit dem Absetzen von Steroiden in Verbindung gebracht wird, entgegen zu wirken. Die nahrungsinduzierten Wassereinalgerungen und der zusätzliche Fettaufbau sind die primären Vermittler dieser Zunahme an Kraft und werden zumindest teilweise dem Mangel an von Androgen vermittelter brutaler Kraft entgegenwirken. Natürlich wird man durch ein Über(fr)essen besser dazu in der Lage sein, die allgemeine Erschöpfung hinauszuzögern, die man häufig während des Trainings spürt, sobald die zuvor verwendeten Steroide abgesetzt wurden. Zusätzlich hierzu hilf die zusätzliche Nahrung dabei, die Regeneration zwischen den Trainingseinheiten zu beschleunigen. Auch dies wird zumindest teilweise der verlangsamten Regenerationsgeschwindigkeit entgegenwirken, die man nach dem Absetzen von Steroiden erlebt.

Die größten Nachteile dieser Strategie bestehen darin, dass sie zum einen den Verlust an Muskelmasse nicht vollständig stoppen kann und man außerdem mit großer Wahrscheinlichkeit schnell Fett aufbauen wird. Wenn man bereits zu fett ist, dann ist dies keine praktikable Strategie. Wenn man jedoch schlank ist und nicht leicht Fett aufbaut, dann ist dies mit Sicherheit der Weg, den man einschlagen sollte.

2. Man versucht das Fett zu verlieren, das man während des Steroidzyklus aufgebaut hat, auch wenn man hierbei etwas fettfreie Masse opfern wird.

Wenn man dazu neigt während eines Steroidzyklus relativ schnell Fett aufzubauen, ist dies die Zeit, um diese zusätzlichen Pfunde loszuwerden. Einige Menschen neigen dazu Fett zu verlieren, während sie Steroide verwenden, während andere dazu neigen auch dann etwas Fett aufzubauen, wenn sie auf ihre Ernährung achten. Der Grund für die Wahl dieser Strategie besteht darin, dass man, wenn man während des Steroidzyklus diätet, die anabole Potenz dieser Wirkstoffe stark beeinträchtigt. Steroide sind nicht die besten Hilfsmittel, um während einer kalorienarmen Diät die Aufrechterhaltung der Muskelmasse sicherzustellen. In der Tat finden es viele Leute leichter definiert zu werden, wenn sie keine Steroide verwenden. Wenn man während der „Off“ Phase sowieso fettfreie Muskelmasse verliert, warum sollte man diese steroidfreie Phase nicht dazu nutzen, den Körper von etwas überschüssigem Fett zu befreien? Sobald man hiernach wieder mit der Verwendung anaboler Steroide fortfährt, wird einem diese zusätzliche Definition erlauben mehr zu essen, wodurch die Wirkungen anaboler Steroide verstärkt werden.

Der größte Nachteil besteht bei dieser Strategie darin, dass die Gefahr besteht, dass man all die fettfreie Muskelmasse, die man während des vorhergehenden Steroidzyklus aufgebaut hat, wieder verliert. Man sollte deshalb keine super strenge Diät durchführen. Medikamente wie Clenbuterol können sich an dieser Stelle als hilfreich erweisen.

3. Man baut Masse auf und Fett ab, wenn man gewillt ist, einige innovative Strategien zu verwenden.

Eine solche attraktive Alternative mag sehr verlockend erscheinen. Die Haken sind hierbei jedoch der notwendige Wille und die notwendige mentale Kraft, um eine solche Strategie in die Tat umzusetzen. Die erfolgversprechendste Methode ist sowohl unbequem als auch kompliziert. Vor fünf Jahren hätte ich gesagt, dass es nicht möglich ist Muskelmasse aufzubauen, während man gleichzeitig die Definition verbessert – insbesondere nach einem Steroidzyklus. Doch dank neuer wirkungsvoller, nicht steroidaler anaboler Wirkstoffe ist so etwas heute zu tage möglich. Die Kosten stellen auch kein Problem dar, da diese Wirkstoffe recht billig sind und keine Peptide wie Wachstumshormone oder IGF-1 benötigt werden. Mehr hierzu später.

Was ist mit HCG?

Viele Bodybuilder fühlen sich von HCG oder Gonadotropin angezogen. Dieses Hormon soll die geschrumpften Hoden dazu anregen, wieder auf ihr normale Größe anzuwachsen und ihre normale Testosteronproduktion wieder aufzunehmen. Ich möchte Bodybuilder ernsthaft dazu ermutigen, dieses Medikament zu meiden. Es wird aus dem Urin schwangerer Frauen extrahiert. Wir bekommen zwar erzählt, dass es gereinigt wurde, doch wie würde man sich wohl fühlen, wenn man in 20 oder 30 Jahren erfährt, dass da noch etwas war, das die Wissenschaftler nicht entdeckt haben und das die Leute umbringt? Solange HCG nicht vollständig synthetisch hergestellt wird, wäre ich mit seiner Anwendung vorsichtig. Auch der Nutzen von HCG ist fraglich. Wenn der Steroidzyklus sehr hoch dosiert war, dann wird man mit großer Wahrscheinlichkeit relativ unempfindlich gegenüber HCG sein. Wenn es sich um einen milden Zyklus gehandelt hat, dann sollte man auch ohne HCG dazu in der Lage sein, diesen Zyklus zu beenden. Wenn man in dieser Situation das Gefühl hat, dass man HCG benötigt, dann bedeutet dies, dass man irgendwo etwas falsch gemacht hat. Zusätzlich hierzu ist HCG ein Wirkstoff, der stark zur Entwicklung einer Gynäkomastie neigt, was insbesondere dann gilt, wenn die Östrogenspiegel aufgrund der vorhergehenden Verwendung von Testosteron hoch sind.

Die Rolle von Aromatasehemmern

Eine sehr viel weisere, aber auch deutlich kostspieligere Alternative, ist an diesem Punkt die Verwendung eines Aromatasehemmers. Solche Medikamente hemmen die Umwandlung von Testosteron in Östrogene. Östrogene gehören zu den Hormonen, die für eine Reduzierung der Testosteronausschüttung durch die Hoden mit verantwortlich sind. Man sollte jedoch die Tatsache nicht übersehen, dass die primären Hemmer der Androgenausschüttung die verabreichten Androgene selbst sind – selbst dann, wenn diese nicht aromatisieren. Die Blockierung der Östrogenproduktion stellt deshalb nur einen Teil der Antwort dar. Der größte Nachteil von Aromatasehemmern sind die hohen Kosten. Wird sind deshalb gezwungen Strategien zu entwickeln, um die Verwendung dieser Medikamente auf das absolute Minimum zu beschränken, ohne hierbei die Wirkung zu sehr zu beeinträchtigen. Ideal wäre es, mit der Anwendung dieser Wirkstoffe etwas vor dem Beginn des Steroidzyklus anzufangen und sie während und nach dem Zyklus weiter zu verwenden. Aufgrund der hohen Kosten ist dies jedoch nicht praktikabel.

Teslac (Testolactone)

Dieser Wirkstoff war in der Vergangenheit ein beliebter Aromatasehemmer. Studien haben gezeigt, dass er dazu in der Lage ist, die Testosteronproduktion schnell und effektiv zu steigern. Seltsamerweise habe ich hierdurch nie viel Muskelmasse aufgebaut. Selbst die Wissenschaftler waren stolz sagen zu können, dass Teslac kein virilisierendes Medikament ist. Das Problem wurde vor kurzem entdeckt. Ein Teil des verabreichten Teslac wurde von den verwendeten Messgeräten mit Testosteron verwechselt. Es handelte sich also in Wirklichkeit zu einem großen Teil um eine falsche Testosteronerhöhung, was den Mangel an Wirkung erklärt (Cummings1998).

Cytadren oder Orimeten (Aminoglutethimid)

Bei diesem Wirkstoff handelt es sich um den (zum Zeitpunkt des Erscheinens dieses Artikels) bei Bodybuildern beliebtesten Aromatasehemmer, da er relativ billig ist. Das Problem besteht jedoch darin, dass er weder super effektiv noch frei von Nebenwirkungen ist. Die häufigsten Nebenwirkungen sind Hautrötungen und Schläfrigkeit. Es kann gut sein, dass man sich den ganzen Tag über müde fühlt. Diese Nebenwirkung soll angeblich nach einiger Zeit verschwinden, doch bei vielen, die diese Nebenwirkung verspüren, ist dies nicht der Fall. Wenn man sich für Cytadren entscheidet, dann sollte man mit einer halben Tablette vor dem zu Bett Gehen starten. Wenn alles gut läuft, kann man eine weitere halbe Tablette nach dem Training (unter der Annahme, dass man abends trainiert) einnehmen. Wenn möglich, sollte man schließlich 3 halbe Tabletten alle 24 Stunden möglichst gleichmäßig über den Tag verteilt einnehmen. Cytadren ist der billigste Aromatasehemmer und kann während und nach dem Steroidzyklus verwendet werden, falls das Budget dies erlaubt.

Femara (Letrozol)

Bei diesem Wirkstoff handelt es sich um einen neu entwickelten Aromatasehemmer. Aufgrund des Preises würde ich empfehlen, dass man erst am Ende des Steroidzyklus mit der Anwendung beginnt. Während der ersten 3 bis 5 Tage nimmt man die empfohlene tägliche Dosis von 2,5 mg pro Tag zu sich. Hiernach nimmt man eine Tablette jeden zweiten oder dritten Tag abends zu sich. Wenn dies immer noch zu kostspielig ist, kann man auch eine halbe Tablette jeden zweiten Tag ausprobieren. Dies bedeutet, dass eine Schachtel dieses Medikaments für 4 Monate ausreicht. Wenn man es sich leisten kann, sollte man eine halbe Tablette jeden Tag einnehmen.

Was ist mit Lentaron (Formestan)?

MEIDEN!

Sind anti-DHT Medikamente (5-alpha Reduktase Hemmer) nützlich?

Wenn man Testosteron verwendet, kann der 5-alpha Reduktase Hemmer Proscar ® die Nebenwirkungen dieses Steroids etwas lindern, da er die Umwandlung von Testosteron in DHT reduziert. Da DHT zur Atrophie der Hoden beiträgt, kann die Verwendung von Proscar während der Anwendung von Steroiden in gewissem Umfang von Nutzen sein. Man sollte sich jedoch nicht zu viel hiervon erwarten. Man kann mit einer Tablette (5m) pro Tag für 3 bis 5 Tage beginnen und danach jeden dritten Tag eine Tablette einnehmen. Ich mag die Einnahme am Abend am liebsten, da man hierdurch die Auswirkungen auf die Testosteronproduktion maximieren kann. Die Einnahme Proscar kann auch für Anwender von Prohormonen eine weise Entscheidung darstellen. (Anmerkung des Übersetzers: Die Einnahme von 5 mg Proscar jeden dritten Tag macht aufgrund der kurzen Halbwertszeit dieses Wirkstoffes wahrscheinlich nicht viel Sinn. Im medizinischen Bereich kommen zur Reduzierung eines erblich (DHT) bedingten Haarausfalls Dosierungen von 1 mg des Wirkstoffes pro Tag zum Einsatz.)

Saw Palmetto

Auch wenn Saw Palmetto als Anti-DHT Wirkstoff empfohlen wird, kann es die Wirkung des Steroidzyklus reduzieren. Nach dem Ende eines Steroidzyklus wird dieses Pflanzenextrakt die Wirkung von dem, was noch an körpereigenem Testosteron übrig ist, reduzieren. Aus diesem Grund sollte man Saw Palmetto meiden.

Prohormone: ist dies der richtige Moment, um sie zu verwenden?

Ein unter „nicht natürlichen“ Bodybuildern weit verbreiteter Glaube ist, dass Prohormone nur gut sind, wenn man mit der Verwendung von Steroiden aufgehört hat. Dies scheint auf den ersten Blick ein guter Rat zu sein, doch wenn man etwas genauer darüber nachdenkt, könnte dieser Rat doch nicht so gut sein. Natürlich ist die Verwendung von Prohormonen während man Steroide verwendet reine Geldverschwendung (wenn man nicht gerade sehr niedrige Steroiddosierungen verwendet). Und was ist mit Prohormonen nach einem Steroidzyklus? Man wird in die oben beschriebene Situation kommen, bei der man eine minimale Zufuhr von Hormonen aufrechterhält, wenn man eigentlich völlig „Off“ sein sollte. Auf der anderen Seite könnten Prohormone während des Ausschleichens von Steroiden von Wert sein, was insbesondere dann gilt, wenn man einen Aromatasehemmer und möglicherweise auch einen 5-alpha Reduktase Hemmer verwendet.

Anti-Kortisol: nicht die richtige Antwort

Viele Leute nehmen an, dass wenn sie nach einem Steroidzyklus Muskeln abbauen, dies daran liegt, dass Kortisol ungehindert seine schädliche Wirkung entfalten kann. Dies ist der Grund für die Verwendung eines Anti-Kortisol Supplements. Wenn man es irgendwie schaffen würde, die Wirkungen von Kortisol zu zähmen, dann wäre man dazu in der Lage, die neu aufgebaute Masse trotz des Mangels an Androgenen aufrecht zu erhalten. In der Realität wird die Beeinträchtigung der Wirkung von Kortisol – man mag es glauben oder nicht – nicht viel Gutes bewirken, wenn man die Steroide abgesetzt hat. Wie ich bereits erwähnt habe, spielt Kortisol beim Prozess des Muskelabbaus nur eine untergeordnete Rolle.

Insulin: man sollte sich vor den potentiellen Zuwächsen an Körperfett hüten

Wir bekommen häufig erzählt, dass Insulin ein sehr wirkungsvolles anaboles Hormon ist. Ist es so effektiv, dass es Steroide ersetzen kann? Nein – aber wenn man seine Muskelzuwächse selbst dann aufrecht erhalten möchte, wenn dies das Risiko eines Fettaufbaus mit sich bringt, dann könnte Insulin helfen. Für diejenigen, die sich vor der Anwendung von Insulin fürchten, gibt es orale Alternativen, die sicherer und vielleicht sogar effektiver sind, wenn man neu im Bereich der Anti-Diabetes Medikamente ist. Sulfonylharnstoff Kapseln wie Glipizid (2.5 mg) können, wenn sie mit dem Frühstück und der Mahlzeit nach dem Training eingenommen werden, sowohl die Ausschüttung von Insulin als auch von Wachstumshormonen während dieser Schlüsselmomente erhöhen. Man sollte jedoch sicherstellen, dass man während der auf die Einnahme folgenden Stunden ausreichende Mengen an Kohlenhydraten zu sich nimmt. Man wird bemerken, dass dieses Medikament den Appetit erhöht und deshalb sollte man seinen Körper mit Kohlenhydraten und schnellem Protein wie Wheyprotein füttern. Insulin Injektionen sind verzwickter. Man könnte ein langsames Insulin vor dem Frühstück und ein schnelles Insulin mit der Mahlzeit nach dem Training verwenden. Die Anfangsdosierung sollte lächerliche 5IU nicht überschreiten und kann im Lauf der Zeit langsam gesteigert werde.

(Anmerkung des Übersetzers: ACHTUNG: Insulin kann bei falscher Anwendung zu einem Unterzuckerkoma und zum Tode führen. Hierfür kann bereits eine einzige falsch dosierte Injektion und/oder eine unzureichender Kohlenhydratzufuhr während der Wirkzeit des injizierten Insulins (je nach Typ 4 bis 36 Stunden) ausreichen!)

Wachstumshormone: ein teurer schwacher anaboler Wirkstoff

Die Verwendung von Wachstumshormonen wäre nett, um den potentiellen Fettzuwächsen während der Anwendung von Insulin entgegen zu wirken, während gleichzeitig der Muskelaufbauprozess optimiert wird. Unglücklicherweise sind Wachstumshormone nicht kosteneffizient. Zusätzlich hierzu wirken Wachstumshormone am besten, wenn Androgene im Überfluss verfügbar sind, was in der Situation, über die wir an dieser Stelle nachdenken, nicht der Fall ist.

IGF-1: wahrscheinlich zu verzwickt, um optimal verwendet werden zu können

IGF-1 könnte sowohl Insulin als auch Wachstumshormone ersetzen. Der Preis für diesen Wirkstoff sinkt rapide, was insbesondere dann gilt, wenn man gewillt ist etwas an Reinheit zu opfern, um einen besseren Preis zu bekommen (d.h. in veterinärmedizinischer Qualität). Zusätzlich hierzu gibt es bei den meisten Verkäufern einen jährlichen Ausverkauf, der einen noch besseren Preis ermöglicht. Das Hauptproblem besteht bei IGF-1 darin, dass die Anwendung aufgrund des schnellen Abbaus des Wirkstoffes im Blut sehr verzwickt ist. Darüber hinaus wirkt es besser in Verbindung mit Insulin und Wachstumshormonen, was eine teure Kombination darstellt. Aus diesen Gründen empfehle ich IGF-1 nicht.

Ephedrin ist willkommen, wenn es nicht bereits übermäßig verwendet wird

Die Verwendung von Ephedrin plus Koffein kann eine einfache, aber sehr effektive Alternative darstellen, wenn man gerade einen Steroidzyklus beendet hat. Diese Kombination wird den fehlenden Antrieb aufgrund eines Engpasses an Androgenen während des Trainings ersetzen. Sie ist besonders gut, wenn man sich dazu entschlossen hat, das überschüssige Fett abzubauen, das sich während des Steroidzyklus angesammelt hat. Der größte Nachteil besteht darin, dass die Verwendung von Ephedrin während der Verwendung von Steroiden viele Vorteile mit sich bringt, weshalb es gut sein kann, dass man es bereits verwendet. In diesem Fall wird man nach dem Absetzen der Steroide nicht in vollem Umfang von diesem Wirkstoff profitieren können, da man bereits eine gewisse Toleranz aufgebaut hat.

Clenbuterol: man sollte nicht zu viel davon erwarten.

Clenbuterol wurde einmal als wundervolles anaboles Medikament angepriesen. Man war in der Tat der Meinung, dass dies das richtige Zeug für die Verwendung während der Steroid Einnahmepausen ist, um weiter Muskeln aufzubauen, während man gleichzeitig Fett abbaut. Unglücklicherweise hat sich herausgestellt, dass man zu viel von diesem Beta Agonisten erwartet hat. Clenbuterol ist zwar nützlich, doch man sollte im Bezug auf die Muskelmasse keine Wunder erwarten. Wenn man etwas überschüssiges Fett loswerden möchte, kann Clenbuterol dabei helfen, die Wirkungen der Diät zu optimieren, während es gleichzeitig erlaubt, dass man härter und schwerer trainiert. Wenn man das Gefühl hat, dass Clenbuterol das Training behindert, dann bedeutet dies, dass man vor dem Training zu viel davon einnimmt. In diesem Fall sollte man seine Einnahme auf zwei gleich große Teile aufteilen, wobei eine Einnahme nach dem Training mit möglichst großem zeitlichen Abstands zur ersten Einnahme erfolgen sollte (so lange dies den Schlaf nicht behindert). Clenbuterol kann außerdem die Wachstumshormone ersetzen, während man Insulin oder Insulin Booster wie Sulfonylharnstoff verwendet, um den Fettzuwächsen und der potentiellen Unterzuckerung entgegen zu wirken. Wenn Clenbuterol nicht verfügbar ist, dann kann es durch Ephedrin & Koffein ersetzt werden.

Schilddrüsenhormone: man sollte wegen der potentiellen Verlust an Muskelmasse vorsichtig sein

Die letzte Gruppe von Wirkstoffen, die ich in diesem Teil des Artikels erwähnen werde, sind Schilddrüsenhormone. Im Gegensatz zu dem, was häufig gesagt wird, werden Schilddrüsenhormone nicht dabei helfen, Muskeln aufzubauen. Wenn Sie überhaupt etwas bewirken, dann dass man Muskelmasse verliert. Ihre Hauptwirkung besteht in der Unterstützung des Fettabbaus, doch genau wie Clenbuterol können sie auch verwendet werden, um den den Fettaufbau fördernden Wirkungen von Insulin entgegen zu wirken. Insulin und Schilddrüsenhormone sind eine nette Kombination, da Insulin den katabolen Wirkungen von Schilddrüsenhormonen entgegen wirken kann. Wir bekommen häufig auch gesagt, dass wir Clenbuterol oder Ephedrin zusammen mit Schilddrüsenhormonen verwenden sollen. Ich teile diese Ansicht nicht. Clenbuterol und Ephedrin sind natürliche Stimulatoren der Schilddrüse und bringen diese dazu, mehr Schilddrüsenhormone – und nicht weniger, wie häufig geglaubt wird – zu produzieren. Auf der anderen Seite können Schilddrüsenhormone verwendet werden, wenn man gerade kein Clenbuterol oder Ephedrin einnimmt, um die fettverbrennende Wirkung einer Diät zu steigern.

Schlussfolgernd kann man sagen, dass es viele Alternativen zu Steroiden gibt, wenn man „Off“ ist. Unglücklicherweise ist keine dieser Alternativen bezahlbar und im Bezug auf die Muskelerhaltung effektiv. Was Wirkstoffe für den Fettabbau angeht, sind einige effektive hiervon verfügbar, doch sie werden alle nicht viel Gutes bezüglich der Muskelgröße bewirken. Das gilt zumindest bis zum jetzigen Zeitpunkt. Im zweiten Teil dieses Artikels werde ich dem Leser mehr über Wirkstoffe erzählen, die nicht nur die mit dem Absetzen von Steroiden in Verbindung stehenden Muskelverluste verhindern können, sondern trotz eines Engpasses an Androgenen Muskeln aufbauen werden. Diese Wirkstoffe werden der Fettmasse außerdem ein paar fiese Streiche spielen, welche abnehmen wird, während man massiger wird.

Zum Teil 2 geht’s hier.

Referenzen

  1. Conconi F. 1986. Unmodified performance in runners following anabolic steroid administration. Int J Sports Med. 7:302.
  2. Cummings EA. 1998. Testolactone-associated high androgen levels, a pharmacologic effect or a laboratory artifact? J Clin Endo Metab. 83:784-787.
  3. Danforth E. 1984. Effects of chronic beta-receptor stimulation on sympathetic nervous system activity, energy expenditure and thyroid hormones. J Clin Endocrinol Metab. 58:895-903.
  4. Vihko R. 1986. Testicular responsiveness to human chorionic gonadotrophin during transient hypogonadotrophic hypogonadism induced by androgenic anabolic steroids in power athletes. J Steroid Biochem. 25:109-112.
  5. Wolfe R. 1997. Net protein synthesis and amino acid uptake with testosterone injections. Faseb J. 11:2530.

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