Was macht einen guten Coach aus?

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Als Bodybuilder einen guten Coach zu finden, ist nicht einfach. Wie jede anderen Sportart ihre Trainer hat, so gibt es auch im Eisensport Coaches, die dich trainieren, dir zur Seite stehen und vielleicht sogar das erreicht haben, was du auch erreichen willst. Sobald du Bodybuilding auf Wettkampfebene bestreiten möchtest, ist ein guter Coach unverzichtbar.

Was macht einen guten Coach aus? Wie man als Athlet einen guten Coach findet

Dieser bewahrt dich vor Fehlern und hilft dir bei Fragen und Entscheidungen zu Training, Ernährung und Wettkampf. Da auch die allermeisten Profis einen Vorbereiter haben, wissen auch viele Amateure und Newcomer um die Wichtigkeit eines Coaches für den sportlichen Erfolg. Jedoch stellen sich die Fragen: Was macht einen guten Coach aus? Und wie findet man ihn?

Unterschied Trainer vs. Coach

Ein Trainer und ein Coach sind nicht dasselbe. Während ein Trainer sich meist auf die Ebene des körperlichen Trainings beschränkt und mit Ausnahme des Personal Trainers nicht ausschließlich für dich alleine da ist, bietet ein Coach eine umfassende und ganzheitliche Betreuung an. So wird wahrscheinlich jedem einleuchten, dass es einen großen Unterschied macht, ob du einen Trainingsplan von einem B-Lizenz-Trainer aus deinem Fitnessstudio nachtrainierst und das beste hoffst, oder ob sich wirklich jemand deiner Person, deinen individuellen Bedürfnissen und Zielen annimmt und dich Schritt für Schritt genau dorthin begleitet.

Ein Coach zeigt dir detailliert und kleinschrittig, welche Handlungsschritte notwendig sind, um an dein Ziel zu gelangen. Er hat das Training ebenso im Blick, wie die Ernährung, die Regeneration und die Vorbereitung auf den Wettkampf, inklusive Posing, Farbe, Ablauf und Präsentation.

Im Normalfall ist ein Bodybuilding-Coach selbst Bodybuilder und kann dir durch seine Erfahrung mit Rat und Tat zur Seite stehen, beantwortet Fragen und ist regelmäßig für dich persönlich erreichbar. Ein Coaching kann dabei entweder direktiv und non-direktiv sein.

Beim direktiven Coaching gibt dein Coach dir alle Einzelheiten vor und du musst dich um gar nichts kümmern. Dieser Ansatz hat den Vorteil, dass du dich auf die Umsetzung konzentrieren kannst. Beim non-direktiven Coaching findet eine gemeinsame Entscheidungsfindung statt und ihr plant die Inhalte der Vorbereitung in gegenseitiger Abstimmung.

Was macht einen guten Coach aus

Wie bereits erwähnt, ist ein Coach mehr als nur ein Trainer. Ein guter Coach ist darüber hinaus eben auch Berater, Begleiter, Ansprechpartner, Mentor. Er verfügt anders als die meisten Trainer im Fitnessstudio über persönliche Erfahrung im Bodybuilding, hat schon mehrere Wettkämpfe erfolgreich bestritten und weiß, wie der Hase läuft.

Obwohl es nicht nötiger Weise ein Kriterium ist, beeindrucken viele Bodybuilding-Coaches auch nach ihrer aktiven Karriere noch durch große Muskelmasse, Kraft und intensives Training. Dennoch sind große Muskeln alleine keine Garantie für einen guten Coach. Dieser sollte nämlich nicht nur wissen und raten, was bei ihm selbst funktioniert, sondern auf DICH eingehen und das Beste aus DIR herausholen.

Ein guter Athlet und ein guter Coach zu sein sind nicht zwingend dasselbe. Dein Coach muss nicht unbedingt massiger oder stärker sein als du, solange er über das nötige Fachwissen, Methodik und Erfahrung verfügt.

 Je nachdem, aus welchen Gründen du einen Coach suchst, kann auch die Betreuung sehr unterschiedlich ausfallen. Vielleicht hast du bereits selbst einiges an Bühnenerfahrung sammeln können und benötigst deinen Coach für externe Einschätzungen, Form–Updates, die Verfeinerung deines Posings oder einfach dafür, nicht den Kopf zu verlieren.

Vielleicht brauchst du aber auch ein Rundum-sorglos–Paket, bei dem dein Coach von Training über Ernährung bis zum Posing und der Farbe deiner Wettkampfbekleidung alles für dich entscheidet und dich eventuell sogar am Wettkampftag begleitet. So oder so sollte dein Coach immer für dich erreichbar sein, abgesprochene Termine einhalten und sich auch darauf vorbereiten.

So sollten in Zusammenarbeit mit deinem Vorbereiter regelmäßig die Erreichung von Zwischenzielen anhand von Körpergewicht, Körperfett, Optik oder Umfängen überprüft werden, wofür dein Coach einen stetigen Überblick behalten und Buch führen sollte.

Bei der Wahl deines Coaches ist es wichtig, dass du das Gefühl hast, dass er ein ernsthaftes Interesse an deinem Erfolg hat und dich dorthin begleitet. Ihr solltet euch daher richtig kennenlernen und auch menschlich gut miteinander auskommen, sodass eine enge Zusammenarbeit möglich und erfolgreich werden kann.

Je nachdem sollte dein Coach nicht zu viele Athleten gleichzeitig betreuen, da ansonsten die Gefahr besteht, dass gemeinsame Termine, Telefonate oder andere Aspekte der Betreuung in der Masse untergehen. Du solltest dich auf deinen Coach verlassen können. Weiterhin musst du entscheiden, wie engmaschig und auf welche Art du bereut werden möchtest. Nicht jedem liegt ein Online-Coaching und Beratung aus der Ferne. Suche dir in diesem Fall einen Coach in deiner unmittelbaren Nähe!

Die Antwort auf die Frage, was einen guten Klienten ausmacht, lautet: Er tut, was der Coach ihm sagt! Wer die Ratschläge seines Coaches nicht berücksichtig und denkt, das ein oder andere nicht doch besser zu wissen oder einfach nicht diszipliniert genug ist, verschwendet gleichermaßen die eigene Zeit, sowie die des Coaches und darf sich über ausbleibenden Erfolg nicht wundern. Sprich Unstimmigkeiten und Unklarheiten direkt an. Ein guter Coach wird sich dadurch nicht angegriffen fühlen.

Wo findet man seinen Coach

Nachdem du dir darüber im Klaren bist, wen du suchst und was du von deinem Coach erwartest, kannst du beginnen, nach ihm zu suchen. Dafür hast du verschiedene Möglichkeiten.

In deinem Umfeld

Vielleicht kennst du selbst aus deinem Fitnessstudio oder persönlichen Umfeld Wettkampfbodybuilder, die optimaler Weise auch bereits Erfahrung als Coach haben. Zwar ist die naheliegende Lösung nicht auch zwingend die Beste, eine bestehende persönliche Beziehung kann aber auf jeden Fall hilfreich sein.

Darüber hinaus kann dir solch eine Verbindung gegebenenfalls einen Freundschaftspreis verschaffen – ein Coach kann nämlich für seine gewissenhafte Arbeit auch berechtigterweise hohe Preise verlangen. Wenn du also einen guten Eindruck von dem großen Typen in deinem Studio hast, dann sprich ihn einfach an und frage nach, ob und in welchem Umfang er dich betreuen würde.

Online bei Verbänden            

Wenn sich in deinem direkten Umfeld kein Coach befindet, kannst du auch das Internet bemühen. Aber Vorsicht: So wie die Begriffe Trainer oder Berater, ist auch der Begriff Coach nicht gesetzlich geschützt. Daher kann sich praktisch jeder als Coach ausgeben und andere betreuen. Achte daher auf die Referenzen und Erfolge dieses Coaches.

Häufig findest du bei Bodybuilding-Verbänden auch eine Liste an empfohlenen Coaches, an die du dich wenden kannst. Dort kannst du dir sicher sein, dass es sich um erfahrene Coaches handelt, die darüber hinaus auch Erfahrungen in demjenigen Verband haben, bei dem du starten möchtest. Ist eine solche Liste nicht veröffentlicht, versuch es mit einer Mail oder einem Anruf bei deinem Verband und lass dir ein paar Kontakte herstellen.

Lokale Fitnessstudios

Im Gegensatz zu den „Trainern“ in vielen Fitnessstudio-Ketten, finden sich in einigen inhabergeführten Studios richtige Oldschool-Bodybuilder hinter dem Tresen. Vielleicht gibt es auch in deiner Nähe ein richtiges Bodybuilding-Studio? Dort profitierst du nicht nur vom direkten Kontakt zu deinem eventuell zukünftigen Coach, sondern kannst dir auch von anderen Mitgliedern wertvolle Tipps abholen. Zudem kannst du häufig über solch ein Studio die Anmeldung zum Wettkampf abwickeln.

Auf Wettkämpfen

Wo treiben sich häufig Bodybuilder und Coaches rum? Richtig, auf Bodybuilding-Wettkämpfen. Wenn du Wettkämpfen als Zuschauer beiwohnst, ist die Chance hoch, mit einigen davon ins Gespräch zu kommen und möglicherweise gute Kontakte zu knüpfen. Davon abgesehen ist es gerade für Bühnen-Neulinge sehr wichtig die genauen Abläufe, Posen und die Stimmung am Wettkampf zu erleben. Auch das ist Teil einer optimalen Vorbereitung. Einem Coach ist es übrigens in der Regel sehr wichtig, dass sein Klient zu 100 Prozent hinter der Sache steht. Wenn du als Zuschauer einen Wettkampf verfolgst, zeugt das von großem Interesse und Engagement.

Direkt kontaktieren

Vielleicht möchtest du dich auch nicht von irgendjemandem coachen lassen, sondern hast bereits eine bestimmte Person im Sinn. Jemanden, den du von Wettkämpfen her kennst, auf Social Media verfolgst, oder sogar ein Bodybuilding-Profi, der gelegentlich neue Athleten in seine Betreuung aufnimmt. Dieser Personenkreis ist zwar eher schwer zugänglich und preisintensiv, dafür bekommst du aber auch genau denjenigen Coach, den du dir wünschst. Eine Anfrage ist es auf jeden Fall wert!

Fazit

Ein Coach ist für eine gewissenhafte Wettkampfvorbereitung unverzichtbar und bringt dir zahllose Vorteile ein. Anhand der beschriebenen Kriterien, kannst du deinen Wunsch-Coach identifizieren und über verschiedene Wege nach ihm suchen. Generell freut sich ein Coach über ehrliches Interesse deinerseits und arbeitet seinerseits am liebsten mit ehrgeizigen und motivierten Klienten zusammen. Wenn du deinen idealen Coach gefunden hast, steht deiner erfolgreichen Wettkampfkarriere nichts mehr im Wege.

Autor: Alexander Seifried

1 KOMMENTAR

  1. Ein guter Coach betrinkt sich mit jägermeister, während er dir in butzbach einen toptan anstrich nach dem anderen verpasst #neverchangearunningteam

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