So geht es Roman nach der Operation

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In der letzten Roman Fritz Week haben wir euch über die Operation an Romans Hüfte informiert. Der ESN Athlet wurde vor knapp 5 Wochen in der Sana Klinik in München-Sendling operiert. Wie versprochen dokumentiert Roman die laufenden Reha auf seinem YouTube-Kanal. Den aktuellen Stand gibt es in diesem Artikel

Künstliche Hüfte: So geht es Roman Fritz 5 Wochen nach der Operation

  1. Moin Roman, wie geht es dir fünf Wochen nach der OP und wie hast du diese überstanden?

Mir geht es super, besser als ich es jemals erwartet hätte. Fünf Tage nach der OP wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen und seitdem geht es steil bergauf. Zwar spüre ich noch einen Schmerz im Bereich des Eingriffs, aber verglichen mit dem Zustand vor der Operation ist der nicht der Rede wert.

  1. Was war dein erster Gedanke nach dem du im Krankenhaus aufgewacht bist?

Abgesehen davon, dass ich vollgepumpt mit Morphium keinen konkreten Gedanken fassen konnte, musste ich zuerst einmal mein Bein begutachten. War noch dran, tat aber verdammt weh. Ansonsten wäre ich gerne zuhause gewesen, weil mir der Gedanke von fünf bis sieben Tagen Krankenhausaufenthalt inklusive Besuchsverbot schon vor dem Eingriff das meiste Unwohlsein bereitet hat, mehr als die Prozedur selbst.

Roman Fritz nach Operation im Krankenhaus
  1. Was sagen (Stand HEUTE) die Ärzte und Therapeuten? Wie verläuft die Heilung?

Soweit ich das beurteilen kann, bricht meine Heilung alle Rekorde. Schon im Krankenhaus war ich wieder in der Lage, ohne Krücken zu gehen. Laut Röntgenbild vier Wochen nach der OP ist alles perfekt verwachsen und heute, exakt fünf Wochen nach dem Eingriff, ist alles, abgesehen von einem leichten Ziehen in der Leiste, einwandfrei.

  1. In deinen Videos und Storys sah man dich direkt nach der OP wieder trainieren. Im Internet kamen dazu schnell viele Fragen auf. Ist das Training schädlich und hast du dieses mit den Ärzten abgestimmt?

Nein, ich habe mit den Ärzten nicht darüber gesprochen. Wie ich bereits in meinem Q&A-Video auf meinem YouTube-Kanal erklärt habe, bin ich rein nach Gefühl vorgegangen. Was weh tut, habe ich vermieden. Was schmerzfrei möglich war, habe ich gemacht; im Training als auch im Alltag.

Falls du das liest Roman (Ein Beitrag aus dem Team Andro Forum):

Das Vorgehen „wenn es nicht weh tut, kann es nicht schlecht sein oder auskugeln“ ist einfach nicht richtig.
Was vorher wehgetan hat, war die Arthrose. Wenn du jetzt eine H-TEP bekommen hast, können diese Gelenkflächen gar nicht mehr wehtun.
Es ist keine Gelenkfläche mehr da die Schmerzen bereiten kann, da kein Knochen mehr auf Knochen reibt.

Aus diesem Grund ist der Indikator Schmerz bei einer H-TEP einfach nicht mehr zu 100% aussagekräftig.

Die Luxation vor der sich Ärzte und Physiotherapeuten fürchten kann gerne sogar komplett ohne Schmerzen stattfinden. Das ganze ist Bewegungsabhängig und nicht Schmerzabhängig.

Arbeite in der Orthopädie und hab mittlerweile einfach viel zu viele Re-OPs gesehen. Pass auf dich auf.

  1. Wie sieht es aktuell mit deiner Ernährung aus?

Wie immer: Sieben Mahlzeiten, davon fünfmal Fleisch mit Reis und zwei Hardcore Iso Whey-Shakes. Da hat sich nichts geändert. Es ist wohl mal wieder ein Full Day Of Eating zur aktuellen Ernährung auf meinem YouTube Kanal nötig.

  1. Haben sich deine Ziele und Vorsätze (180Kg Kreuzheben etc.) nach der OP geändert?

Definitiv ja! Ich möchte meine alte Bestleistung im Kreuzheben (2 x 260 kg) übertreffen. Kniebeugen werde ich selbstverständlich auch wieder machen. Die reizen mich jedoch nicht so, weil ich, abgesehen von ein paar Schmerzen im rechten Knie, ausgelöst durch die Fehlbelastung der verletzten linken Hüfte, bis zum OP-Tag in der Lage war, mit 140 kg gute Sätze zu absolvieren. Kreuzheben dagegen war seit Monaten undenkbar.

  1. Was kannst du zum diesjährigen Olympia-Wochenende sagen? Platzierungen, Höhepunkte, Falsche Entscheidungen etc.

Ehrlich gesagt, habe ich mich nur sehr wenig mit dem Mr. Olympia beschäftigt. Ich habe zwar David und meinen guten Freund Iain verfolgt, das Wettkampfgeschehen an sich war für mich jedoch eher abstoßend. Ich wollte nicht sehen, wie alle genau das tun, wovon ich träume, während ich wie ein nutzloser Krüppel auf dem Bett liege. Der Sieg von Ramy war gerechtfertigt. Phil konnte leider nicht an seine alte Bestform anknüpfen und wurde daher zurecht nur Dritter. Wobei „nur“ hier natürlich relativ zu verstehen ist. Alle anderen Bodybuilder auf der Welt, abgesehen von Ramy und Brandon, mich eingeschlossen würden alles geben, um genauso „schlecht“ zu sein wie Phil jetzt.

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