Big Ramy wie ein Nationalheld in Ägypten empfangen

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Während Bodybuilding in Deutschland ein Nischendasein fristet, ist die Begeisterung für den Sport in anderen Ländern eine gänzlich andere. Der in diesem Jahr auf den fünften Platz abgerutschte Big Ramy wurde bei der Rückkehr in seine Heimatland Ägypten nun wie ein Nationalheld in Empfang genommen. Unzählige Fans standen bereit, um den zweifachen Mr. Olympia zu begrüßen, der daraufhin eine Ansprache vor der wartenden Menge abhielt.

Big Ramy will Titel zurückerobern

Nachdem Big Ramy im Vorfeld des diesjährigen Mr. Olympias auf einer Reihe an Formchecks mit einer massiven Form zu beeindrucken wusste, schien das Titelrennen in diesem Jahr noch vor dem eigentlichen Wettkampf entschieden zu sein. In keiner öffentlichen Rangliste wurde dem Ägypter im Vorfeld weniger als der dritte Titel zugetraut. Als Big Ramy dann im Rahmen der Vorwahl zu keinem Zeitpunkt in die Mitte gestellt wurde, mutmaßten einige Beobachter sogar, dass man den Titelverteidiger aufgrund seiner Dominanz am Rand belassen habe.

Dies wäre ein Novum in der Geschichte des Wettkampfbodybuildings gewesen und auch die optimistischsten Fans wissen inzwischen, dass diese Annahme nicht korrekt war. Der amtierende Champ wurde offiziell aufgrund von Schwächen in der Form abgestraft, wobei im Internet weitere Diskussionen über Injektionsstellen am Gluteus und atrophierter Muskulatur geführt wurden.

Dennoch gab der 38-Jährige nach dem Wettkampf bekannt, nicht aufzugeben und seinen Titel zurückerobern zu wollen. Eine erneute Qualifikation benötigt er mit seinem fünften Platz für den Mr. Olympia 2023 nicht, wobei er aufgrund seiner beiden Titel auch ohne die Platzierung für zukünftige Teilnahmen berechtigt wäre.

Fans nahmen Big Ramy in Ägypten in Empfang

Auf den sozialen Medien postete Big Ramy am zweiten Weihnachtstag nun Videos über den Empfang, den ihm die ägyptischen Fans bereiteten. Zu sehen waren Bilder, die man in Deutschland eher von der Rückkehr von Fußballmannschaften gewöhnt ist, was den Stellenwert des zweifachen Champions sowie des Bodybuildingsports allgemein im nordafrikanischen Staat verdeutlicht.

(fha) | Titelbild: Instagram

1 KOMMENTAR

  1. Ja, dort gibt es noch eine echte Heldenverehrung. Und zwar auch dann, wenn man geschlagen in die Heimat zurückkehrt. Das ist sehr ehrenvoll, gerade dann neben und hinter seinen „Helden“ zu stehen und sich nicht verdrücken, wenn es mal nicht so klappt. Hier bei uns sieht das ganz anders aus – hier zerreißt man sich das Maul, redet schlecht und neidvoll, bringt die eine Seite gegen die andere auf. Die sozialen Medien sind daran sehr stark beteiligt und viele Nutzer baden sich in der Niederlage ihrer Gegner und heben ihre Favoriten auf einen Thron, der ihnen bei genauerer Analyse und Betrachtung nicht wirklich zusteht. Ach ja, und dann kommt ja noch hinzu, dass man in diesem Land ja gar keine Helden haben will oder darf – darf man den Begriff „Held“ überhaupt noch verwenden? Oder darf man ihn nur mit entsprechender Genderisierung verwenden? Einfach nur krank und gestört.

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