Tim Budesheim nennt größten Fehler seiner Bodybuilding-Karriere

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Tim Budesheim über größten Fehler

IFBB Pro Tim Budesheim gehört mit seinen 32 Jahren zu den größten deutschen Bodybuildinghoffnungen. Zweimal schrammte der Hesse denkbar knapp an der direkten Qualifikation für den Mr. Olympia vorbei und bis heute ist es das erklärte Ziel des Schwergewichtsbodybuilders einen Profi-Wettkampf zu gewinnen. In einem aktuellen Interview sprach Tim Budesheim darüber, was er jedem Anfänger empfehlen würde und was der größte Fehler seiner sportlichen Karriere war.

Als Amateur den Erfolg gewöhnt

Der heutige IFBB Pro Tim Budesheim ging, anders als viele andere Athleten es heutzutage anstreben, den klassischen Weg. Noch vor seinem 18. Geburtstag gewann der im Frühjahr 2008 den Titel des Deutschen Jugendmeisters beim DBFV und holte von da an einen Sieg nach dem anderen. Bereits im Herbst 2010 ging es erstmals auf die internationale Bühne und schon ein Jahr später wurde der heutige Profi Juniorenweltmeister.

Auch bei den Männern wusste Tim Budesheim sich national wie international zu behaupten und gewann schließlich knapp 10 Jahre nach seinem Wettkampfdebüt die Pro Card in San Marino. Beim Profi-Debüt am Folgetag reichte es für den Neu-Profi auf Anhieb für den vierten Platz. Spätestens ab dem Zeitpunkt wurde der Hesse zur neuen Olympia-Hoffnung der deutschen Bodybuildingfans.

Doch die steile Karriere des großen Talents geriet in den folgenden Jahren aus unterschiedlichen Gründen ein wenig ins Stocken. Nachdem Tim Budesheim 2019 und 2021 jeweils ein zweiter Platz bei einem Profi-Wettkampf gelang, waren die Platzierungen in der jüngeren Vergangenheit nicht so, wie erhofft.

Tim Budesheim spricht über seinen größten Fehler

In einem aktuellen Interview spricht der IFBB Pro rückblickend über einen der größten Fehler, den er als Sportler begangen habe. So sei er es stets gewohnt gewesen, ein Vorhaben auch tatsächlich bis zum Ende umzusetzen und insbesondere Vorbereitungen nicht leichtfertig abzubrechen. Rückblickend bewertet er die Situation aber so, dass er zu Gunsten seines Umfeldes und seiner Mitmenschen die ein oder andere Diät hätte doch beenden sollen.

Insbesondere in dem Jahr, als es zur Trennung von seiner Frau kam, habe er sich stur auf den Sport konzentriert, anstatt seine privaten Angelegenheiten zu klären. Dies wiederum habe sich enorm auf sein Stresslevel ausgewirkt, was auch die letztendliche Form beeinflusst habe.

Für Anfänger hat der IFBB Pro dagegen einen anderen Tipp. Anstatt die Trainingseinheiten nach festen Wochentagen aufzuteilen, lautete die Empfehlung des Schwergewichtsbodybuilders, Pausentage flexibel zu legen. So mag es sein, dass man eine geplante Einheit mal um einen Tag nach hinten schiebt, doch auf diese Weise würde man jedes Training optimal nutzen und dem Körper gleichzeitig die Regeneration geben, die dieser benötige.

(fha) | Titelbild: Instagram

3 KOMMENTARE

  1. Ja, mit dem Alter und dem Verlust, egal auf welcher Ebene, stellt sich manchmal die Erkenntnis ein, das Muskeln, „Ruhm“, Follower, Geld, der eigene Egoismus und das eigene Geltungsbedürfnis (ein Gefühl aus Schwäche)und all die anderen Äußerlichkeiten, nichts sind im Vergleich zu verlässlichen Beziehungen und Partnern, die auch dann noch neben dir stehen, wenn alle Vorhänge gefallen, der Vorhang sich schließt, niemand mehr deinen Namen ruft, das Scheinwerferlicht erlischt und niemand mehr neben dir stehen will. Das Gesundheit nun doch das höchste Gut ist, wie man an den verzweifelten Versuchen eines Ronnie Coleman u.a. „Stammzellenathleten“, die Gesundheit irgendwie wieder herzustellen, sieht. Das man plötzlich erkennt, dass das ganz „normale Leben“ ehrlicher und aufrichtiger ist, als die Scheinwelt des BB und der Social Media mit ihren Kunstprodukten. Das es auch ein „Sklaventum“ im BB gibt, bestehend aus Trainingszeiten, DIäten, Plänen, Tagesstruktur… gibt und man nicht mehr „Herr im eigenen Haus“ ist. Das jeder Erfolg teuer erkauft werden muss und man sich oft Menschen und Entscheidungen beugt, die verbandspolitisch oder monitär begründet sind. Tim, du bist auf einen guten Weg der Erkenntnis… gehe weiter und werde reich an Wissen, Weisheit und Erfahrung. Verlasse diesen Weg nicht – für nichts, denn ein anderer Weg führt dich am Ende ins Dunkle. Und dort findest du weder Geld, noch Ruhm, keine „Bewunderer“ und Follower oder treue Menschen an deiner Seite… NICHTS., außer die große Leere in dir. Die meisten, die das lesen , vor allem die Jungen, werden müde lächeln und sich ihren Teil denken – aber ich werde mich zufrieden und erfüllt zurück lehnen und wissen, das auch diese mal alt werden. Und dann….werden sie sich vielleicht erinnern. Alles Gute Tim Budesheim. Mit Respekt, Xaver.

  2. Moin,
    Familie und Bodybuilding als Beruf lässt sich nicht vereinbaren siehe Markus Rühl. Viel Spaß mit der „Karriere“ aber Familie ist und bleibt immer wichtiger.

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