Urs Kalecinski kehrt zum Volumentraining zurück

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Mit dem dritten Platz auf dem Mr. Olympia 2022 festigte Urs Kalecinski sein Standing in der Classic Phyisque und geht als einer der Top-Favoriten in die diesjährige Arnold Classic. In Abwesenheit des letztjährigen Siegers Terrence Ruffin wird ein neuer Champ gesucht. Der Deutsche wird in jedem Fall nicht chancenlos nach Ohio reisen. Damit die Form bei der Arnold Classic erneut Top-Niveau erreicht, befindet sich der Olympia-Dritte mitten in der Vorbereitung. Im Rahmen dieser kehrte Urs Kalecinski bei seinen Rückeneinheiten zum Volumentraining zurück.

Volumen vs. HIT

Das HIT-Prinzip wurde vor über 50 Jahren von Arthur Jones ins Leben gerufen. Jones entwarf mit seiner Trainingsphilosophie nicht nur eine Methode, die den damaligen Standards widersprach, sondern lieferte mit seinen Nautilus-Maschinen auch gleich das notwendige Equipment für die Umsetzung. Jones argumentierte, dass die Belastungsintensität der entscheidende Wachstumsreiz sei, so dass entsprechende Übungsausführungen im Training umgesetzt werden müssten.

Zu den bekanntesten Athleten, die den Grundgedanken des HITs in ihrem Training umsetzen, gehören Mike Mentzer sowie Dorian Yates. Beide Athleten konzentrierten sich in ihren Einheiten auf einen schweren Arbeitssatz pro Übung. Häufig wird jedoch vergessen, dass sowohl Mentzer als auch Yates vor diesem Arbeitssatz diverse Aufwärmsätze absolvierten. Am Ende mag dies weiterhin kein klassisches Volumentraining gewesen sein. Doch die Vorstellung, es wäre nur ein einziger Satz pro Übung umgesetzt worden, wäre falsch.

Urs Vorbereiter Stefan Kienzl ist als großer Befürworter des HIT-Prinzips bekannt, obwohl der Österreicher stets betont, dass für jeden Athleten im Zweifelsfall ein individuelles Konzept gefunden werden muss. Schon Tim Budesheim trainierte während der Zusammenarbeit nicht klassisch nach HIT und auch Urs Kalecinksi passte sein Rückentraining im Rahmen der Vorbereitung für die Arnold Classic 2023 nun an.

Rückkehr zum Volumentraining in der Rückeneinheit

In seinem aktuellen Video spricht der deutsche Classic Physique Athlet davon, dass er seit einigen Wochen beim Rückentraining zum Volumenansatz zurückgekehrt sei. Konkret bedeutet dies, dass er sechs Übungen mit jeweils drei bis vier schweren Sätzen kombiniere. Dies ermögliche ihm im Rahmen eines neuen Wiederholungsbereichs andere Reize zusetzen.

Die Entscheidung sei während des letzten USA-Aufenthalts gereift, als er mit vielen Oldschoolern gesprochen habe. Insbesondere Jay Cutler und Milos Sarcev hätten einen Einfluss auf ihn genommen. Aber auch Nick Walker, mit dem er in guten Kontakt steht, würde sich an diesem Vorgehen orientieren.

In der Vorbereitung sehe der Deutsche insbesondere die geringere Verletzungsanfälligkeit als Vorteil, wobei mehr Volumen nicht zwangsläufig ein leichteres Training bedeute. Die Pausen werden so kurz wie möglich gehalten, so dass der Stoffwechsel in der Einheit in Schwung gerät.

Damit die Fettverbrennung dabei möglichst ungebremst abläuft, verzichtet Urs Kalecinksi derzeit auf Kohlenhydrate im Training und setzt vielmehr auf EAAs. Aktuell sei die Form bereits gut. Die Waage zeige jedoch noch 107 Kilogramm an. Für das Gewichtslimit muss er somit noch sechs Kilogramm verlieren.

Nach dem Training greift der Classic Physique Athlet dann doch zu Kohlenhydraten und führt einen Teil der acht Gramm Salz, die er für jeden Tag konsumiert, zum schweißbedingten Ausgleich zu sich. Welche Supplemente der IFBB Pro darüber hinaus nach dem Training zu sich nimmt und wie er seinen Postworkout-Mikrowellenkuchen zubereitet, ist im Video zu sehen.

(fha) | Titelbild: Youtube

1 KOMMENTAR

  1. Schade, dass man das Volumentraining nicht näher vorgestellt hat. Nicht jeder Leser weiß wirklich darum. Ein großer Name des BB sollte in diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben. – Serge Nubret.

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